Schon seit vielen Jahren sind uns unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unentbehrliche Stützen bei der Arbeit. In großer Loyalität halten sie durch „Dick und Dünn“ zu uns und gehören so im weiteren Sinne zur klösterlichen Familie.

 

Mitarbeiter im KlosterFrau Annelie Walter arbeitet im Klosterladen, und das seit 1997. Ihr Bereich ist der Wein- und Dinkelverkauf. Durch ihre Fachkenntnis in Sachen Wein und ihre fröhliche, gewinnende Art ist sie die allerbeste Werbung für unsere „edlen Tropfen“.

 

 

ziesingFrau Johanna Ziesing ist seit Mai 2015 Leiterin unseres Klosterladens. Sie ist seit  30 Jahren leidenschaftliche Buchhändlerin und hat viel Freude an dem umfangreichen und vielfältigen Sortiment des Klosterladens. Sie liebt den Kontakt mit Menschen und gibt ihre Begeisterung für die vielen schönen Dinge im Klosterladen gerne an die Kunden weiter.

 

 

Frau Petra Biala ist gelernte Bankkauffrau und hat ihren Beruf wegen eines Familiennotfalls 2014 aufgegeben. Seit 2016 ist sie in unserem Klosterladen tätig und für den Wareneingang zuständig. Besonders viel Freude macht ihr auch der sporadische Einsatz in der Vinothek. Sie ist Mutter von zwei erwachsenen Kindern.

  

 

Mitarbeiter im KlosterFrau Bettina André-Kunz unterstützt unsere Gastschwestern und trägt viel zu einer offenen und gastfreundlichen Atmosphäre an der Pforte bei. Schon ihr Vater, Herr André, arbeitete in den fünfziger Jahren bei uns, und seine Tochter war einst eines der ersten „Klimperkinder“ unserer Sr. Gertrud, die einer großen Schar von Jungen und Mädchen Gitarrenunterricht gab.

 

 

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Herr Arnulf Steinheimer arbeitet seit 1990 als Winzermeister in Weinberg und Weinkeller. Er ist mit sichtbarer Freude und mit großem Erfolg immer darauf bedacht, die Qualität unserer Weine noch zu verbessern. 7 Hektar bearbeitet Herr Steinheimer, und es kann passieren, dass er bei der Rückkehr aus dem Weinberg sagt: “Schade, dass man heimkommen muss, weil man nichts mehr sieht.“

 

 

kornHerr Paul Korn aus Aulhausen ist seit Februar 2013 der Leiter unserer Klosterküche. Nach 15 Jahren Tätigkeit in der Gastronomie bringt er viel Erfahrung und Kreativität in der Zubereitung der Speisen und in der Teamleitung mit. Seine fröhliche Art und seine Kochkünste erfreuen gleichermaßen uns Schwestern, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und unsere Gäste.

 

 

Herr Daniel Vaszi kommt aus Aulhausen und ist seit 2016 Stellvertreter unseres Küchenleiters. Er ist gelernter Koch und hat trotz seines fast jugendlichen Alters schon 10 Jahre Berufserfahrung. Besondere Freude bereitet es ihm, zusammen mit Herrn Korn neue Brot- und Kuchenrezepte für unser Klostercafé zu kreieren.

 

 


Frau Kathrin Meyer leitet seit 1. März 2017 unser Integratives Klostercafé. Sie ist Staatlich Geprüfte Fachkraft für Arbeit und Berufsförderung und arbeitet seit 15 Jahren mit beeinträchtigten Menschen – mit dem Ziel, diese in den normalen Arbeitsalltag zu integrieren. Frau Meyer lebt in Lorch, ist verheiratet, hat eine Tochter und zwei Enkel.

 

 

Frau Rika Kohli, geb. 1968 in Afghanistan, lebt seit 25 Jahren in Deutschland und liebt ihre neue Heimat, den Rheingau, sehr. Viele Jahre pflegte sie mit viel Liebe und Engagement unsere Gästezimmer. Heute arbeitet sie mit ebensolchem Engagement mit in der Restaurierungswerkstatt.

 

 

 

Frau Birgid Arndgen ist seit Juli 2018 als Hauswirtschafterin in unserer Klosterküche im Einsatz. Davor hat sie 20 Jahre lang in einem Kindergarten als Köchin gearbeitet. Frau Arndgen lebt in Geisenheim und ist Mutter von drei Söhnen.

 

Besonders gerne stellen wir Ihnen drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor, die tagtäglich aus den Rheingauwerkstätten für beeinträchtigte Menschen kommen und bei uns einen sogenannten ausgelagerten Arbeitsplatz haben: Herr Stefan Houda ist seit 2004 bei uns und arbeitet in der Küche; Frau Dara Grujic hilft im Klosterladen und in unserer Firma Dinkel und Frau Simone Fuchs schließlich ist unsere hauptamtliche Spülerin und verstärkt damit das Küchenteam. Alle drei sind uns eine große Hilfe – und ein ebenso großes Vorbild. Mit welchem Eifer und welcher Freude tun sie ihre Arbeit!
Mitarbeiter im KlosterMitarbeiter im KlosterMitarbeiter im Kloster
 

Monastische Spiritualität in der Welt: die Benediktiner-Oblaten

In wachsender Zahl suchen Menschen aller Altersstufen heute Verbindung mit benediktinischen Klöstern. Das geschieht auf ganz unterschiedliche Weise: als Gottesdienstbesucher, als Einzelgäste, als Teilnehmer an Besinnungstagen und Exerzitien oder durch stille Tage im Kloster. Sie alle gelangen dadurch in das Kraftfeld benediktinischen Lebens und spüren, daß die menschliche und geistliche Erfahrung des Mönchtums auch für ihr Leben in der Welt Wegweisung, Ordnung und Hilfe sein kann. Ihr Ziel ist es, an dem Platz, an den sie gestellt sind, „wahrhaft Gott zu suchen“ und ihr Leben nach seinem Wort auszurichten. Durch häufigere Kontakte lernen sie die Regel des hl.Benedikt näher kennen und dringen so immer tiefer in die benediktinische Spiritualität ein. Schließlich kann dieser Weg am Ende dazu führen, daß sie ihrer geistlichen Verbundenheit mit einem Kloster die Form der Oblation geben möchten.

Grundwerte der Regula Benedicti für ein Leben in der Welt

Die Benediktusregel ist sichtbarer und gelebter Ausdruck einer Mönchsspiritualität. Dennoch wurde sie im christlichen Abendland in ihren Grundhaltungen schon sehr früh auch als richtungweisend für eine Laien- bzw. Weltspiritualität erkannt. Unverwechselbares Zeichen dafür sind die Oblaten der Klöster.

Ein Oblate versucht, mit Hilfe und in Verbundenheit mit seinem Kloster die Elemente der Mönchsspiritualität, wie sie in der Benediktusregel grundgelegt sind, schöpferisch auf seine konkrete Lebenssituation hin zu übersetzen. Seine Berufung in der Welt läßt ihm einen gewissen freien, charismatischen Raum, der z.B. gerade auch verheirateten Menschen die Möglichkeit eines öffentlichen kirchlichen Aktes der Hingabe an Gott gibt.

Wie vom Klosterkandidaten, so wird auch vom Oblaten als Grundvoraussetzung erwartet, daß er bereit ist, in allen Dingen „wahrhaft Gott zu suchen“ (RB 58,7), d.h. daß er überall und in jeder Lage Gott auf der Spur bleiben muß. Der Novizenmeister bzw. der Oblatenrektor/die Oblatenrektorin wird prüfen, ob der Kandidat Eifer für den Gottesdienst hat, für den Gehorsam und für das „Widerwärtige“, was ihm auf seinem Weg begegnet (RB 58,7). Ein Oblate stellt sich vor allem die Frage, ob er dem Gebet und der Teilnahme am kirchlichen, sakramentalen Leben Priorität einräumen und so dem Gottes-Dienst nichts vorziehen will (RB 43,3). Er verlangt danach, ein hörender Mensch zu werden, um in allen Geschehnissen und Wechselfällen des täglichen Lebens das einladende und einfordernde Wort Gottes vernehmen zu können und sich im Gehorsam daran zu binden. Dabei hilft ihm die Kraft innerer und äußerer Schweigsamkeit, die ihn hör- und empfangsbereit macht und auch zu einer Kultur des rechten Redens führt. Schließlich sollte er sich auch prüfen, ob er im Vertrauen auf die Hilfe Gottes das Kreuz Christi in die Mitte seines Lebens setzen möchte, d.h. ob er Schmerz, Verzicht, Verlust, Loslösung und alles Widrige im Leben in der Nachfolge seines Meisters Jesus Christus anzunehmen und womöglich lieben zu lernen bereit ist.

Da die Mönchsgelübde nichts anderes darstellen wollen als die gelebte Ganzheit des Evangeliums, können die benediktinischen Gelübde der Stabilitas (Beständigkeit), der Conversatio morum (Umkehr) und der Oboedientia (Gehorsam) auch für ein konsequentes christliches Leben in der Welt richtungweisend sein. Dem Oblaten ist es deshalb zunächst ein Anliegen, aus diesem Geist heraus die Beständigkeit, die alle Kräfte der Hingabe und Treue in Bewegung setzt, zum Fundament seines Lebens zu machen. Er weiß, daß er eine Erdung braucht, eine Heimat, Wurzeln, ohne die er sich den Grundfragen des Lebens nicht stellen kann. Er möchte fähig werden, sich mit sich selbst zu konfrontieren, nicht auszuweichen oder seine Lebenserfüllung in dauernder Abwechslung oder Flucht vor sich selbst zu suchen. So lernt er, das tägliche Einerlei anzunehmen und seine Durchhaltekraft in den Anstrengungen und Einforderungen des Alltags unter Beweis zu stellen. Entscheidend für seinen Weg ist es, seinen zentralen Angelpunkt zu finden, um von dort ausgehend ganz bei sich und bei Gott zu wohnen. Dies alles ist Sache des Herzens und damit nicht an einen bestimmten Ort oder ein bestimmtes Kloster gebunden.

Wenn ein Oblate das Gelübde der beständigen Umkehr in sein Leben integrieren möchte, dann wird er darüber hinaus nach und nach in der Flexibilität des Gehorsams die Bereitschaft zu ständigem Wandel und ständigem Neubeginn entwickeln – als Gegengewicht zu einer falsch verstandenen Stabilität, die zur Erstarrung und zum Beharren verführen kann. Er bleibt beständig auf dem Weg und stellt sich so in der „Gymnastik des Augenblicks“ den Forderungen von Wachstum und Reifung. Das schließt Korrekturen, Einsicht in das eigene Fehlverhalten und eine Kultur der Buße mit ein.

Benediktinische (Welt-)Spiritualität führt in ganz besonderer Weise zur Haltung der Ehrfurcht allem und jedem gegenüber. Darin liegt die Schönheit und Einzigartigkeit, aber auch die bleibende und allgemeingültige Aktualität der Benediktusregel. Es geht dabei nicht nur um das rechte Verhältnis zum Mitmenschen, sondern auch um den ehrfürchtigen Umgang mit den Dingen der Schöpfung und der Welt. Alles soll – so der hl.Benedikt – wie heiliges Altargerät betrachtet (RB 31.10) und mit Ehrfurcht, Liebe und Güte behandelt werden. Eine andere geistliche Grundhaltung, die der Benediktusregel über Jahrhunderte hinweg ihre Vitalität bewahrt hat, ist die weise Maßhaltung. Sie befähigt den Menschen, in allen Situationen das rechte Augenmaß zu bewahren und durch die Prüfung und Unterscheidung der Geister in der Komplexität des Lebens die richtigen Entscheidungen zu treffen. Schließlich betont der hl.Benedikt die Demut als grundlegende Geisteshaltung, um die sich der gottsuchende Mensch bemüht, und in der er auch die ganz gewöhnlichen Dinge des Alltags gesammelt und aufmerksam zur Ehre Gottes verrichtet. So wird auch der Oblate auf vielfältige Weise bereitet, sein Leben in die eigenen Hände zu nehmen und vertrauensvoll in die Hände Gottes zu legen. Die Ordensregel, nach der er sein Leben ausrichten möchte, vermittelt ihm dabei nicht so sehr ein Wissen als vielmehr eine Kraft, die aus dem Gebet und dem Schweigen unserer Vorväter und Altväter erwachsen ist.

Jede Laienspiritualität ist eine Sendung in sich. Der Oblate erfährt sich als Gerufener und legt Zeugnis von seinem Glauben ab, wohin immer er gestellt ist. Er wird seine Kräfte vor allem in den Dienst der Kirche stellen, der er sich zutiefst verbunden fühlt und die er als die eigentliche Mater et Magistra erfährt.

Der Weg zum Benediktiner-Oblaten/zur Benediktiner-Oblatin

Der Name Oblate stammt vom lateinischen Wort oblatus, d.h. der Hingegebene, der Aufgeopferte, der Dargebrachte, der An-Gott-Verschenkte. Schon in diesem Namen liegt also ein grundlegendes christliches Programm. Der Christ möchte seine Taufgelübde in der Nachfolge Christi bewußt leben, um so zur immer volleren Einheit mit Gott zu gelangen, auf daß er, Gott, schließlich alles in allem werde.

Benediktiner-Oblaten/Benediktiner-Oblatinnen gehen den Weg der Nachfolge in bewußter Bindung an ein bestimmtes Kloster und lassen sich dabei von der Benediktusregel führen und prägen. Sie verstehen sich als eine Ausweitung der klösterlichen Gemeinschaft und setzen ihrerseits in ihrem jeweiligen Lebensbereich die Sendung des Klosters in die Welt hinein fort. Untereinander sind sie aufgrund der gleichen Berufung durch Bande der Freundschaft und Geschwisterlichkeit verbunden, ohne daß sich dies in vereinsrechtlichen Strukturen niederschlagen würde.

Die Berufung zum Oblaten darf jedoch nicht als ein verkürztes Mönchsleben oder als Mönchtum mit weniger Verpflichtungen, sondern muß als eigenständige Form der Berufung betrachtet werden. Der Oblate bindet sich in der Oblation nicht so sehr an den Gesamtorden, sondern an „seine Abtei“; die Oblation ist dabei ein öffentlicher kirchlicher Akt. Die Verbundenheit zwischen dem Oblaten und „seinem Kloster“ besteht vor allem in der Gebetsgemeinschaft, wobei der Oblate nach Maßgabe seiner Lebensumstände einen Teil des kirchlichen oder monastischen Stundengebetes mitvollzieht. Das Kloster seinerseits bietet durch den/die OblatenrektorIn und andere Mitbrüder/-schwestern Einkehrtage, regelmäßige Kontakte durch Rundschreiben und eine kontinuierliche geistliche Begleitung an und wird seinerseits durch die Verbundenheit mit seinen Oblaten auf vielfältige Weise beschenkt.

Wer kann Benediktiner-Oblate werden? Grundsätzlich besteht dieses Angebot für alle katholischen Christen, Verheiratete und Unverheiratete, Priester oder Diakone. Die Hinführung zur Oblation erfolgt in verschiedenen Schritten: Wer Oblate oder Oblatin werden möchte, sucht zunächst die Möglichkeit, mit dem Oblatenrektor Kontakt aufzunehmen. Zur gegebenen Zeit kann mit Zustimmung des Abtes/der Äbtissin durch einen kurzen Aufnahmeritus eine Probezeit von etwa einem Jahr beginnen. In diesem „Noviziatsjahr” wird der Kandidat mit der Regel des hl.Benedikt und mit den Grundzügen der monastischen Spiritualität vertraut gemacht . Stimmt der Abt nach Rücksprache mit dem Oblatenrektor dann der Bitte des Kandidaten zu, kann die Oblation stattfinden. Die Oblation ist also eine Berufung durch Gott, die beiderseitig geprüft wird. Sie wird so zur ganz persönlichen Lebensentscheidung und bedeutet nicht nur die Aufnahme in den „Freundeskreis“ einer Benediktinerabtei.
Benedikt hat keine Regel für einen „Dritten Orden“ geschrieben. Das Oblatentum hat sich aus dem Text des 59.Kapitels der Regel entwickelt und ist damit eine in der Benediktusregel selbst verankerte Lebensweise. Gerade heute, in einer Zeit allgemeiner Orientierungslosigkeit kann ein Leben als Oblate allen, die nach der Benediktusregel fragen und in ihr eine erprobte Schule des Glaubens suchen, Weisung, Halt und ein Zuhause bei Gott schenken.

P.S. Wer weitere Informationen sucht oder direkt mit unserer Oblatenrektorin Kontakt aufnehmen möchte, möge sich bitte an
Sr. Lydia Stritzl wenden.
Tel: 06722 / 499 – 114
Email: oblatengemeinschaft@abtei-st-hildegard.de