[pextestim name=””]Die Arbeit im Weinberg ist für uns nicht nur eine Arbeit wie jede andere. Weinstock und Rebe sind ein Bild für das Leben selbst, für ein erfülltes Leben, das Frucht bringt – nicht aus eigener Kraft und durch eigenes ‚Machen’, sondern weil Gott es ist, der wachsen lässt und zur Reife bringt.[/pextestim]

Der Boden, die Reben, die Lage – dies sind die wichtigsten Faktoren für den Weinbau, die mit wachem Verstand ausgesucht und gepflegt werden müssen, um so jeder Traubensorte den optimalen Standort zuordnen zu können. Bei der Bearbeitung und Pflege der Weinberge hat sich unser Kloster dem Konzept des Rheingauer Weinbauverbandes angeschlossen und sich dem umweltschonenden Anbau verschrieben. Sorgsame Bodenbearbeitung durch Begrünung und Kompost, Bodendüngung mit z.B. Stallmist, sowie alle 4-5 Jahre eine Bodenuntersuchung gehören dazu. Ein weiterer Bestandteil der umweltschonenden Maßnahmen ist der integrierte Pflanzenschutz, demzufolge chemische Mittel auf ein notwendiges Minimum reduziert werden, um die Nützlinge im Weinberg zu schonen.

Befallskontrollen der Weinberge helfen bei gezielten Bekämpfungsmaßnahmen. Die ständige Beobachtung der Natur lässt an den Wetterdaten ablesen, welche Maßnahmen für die Weinbergsbearbeitung jeweils notwendig sind. Weiterhin bilden Anschnittsbegrenzung bei Rebschnitt, das Ausdünnen nach der Blüte und zeitgerechtes Entblättern in der Traubenzone die Grundlage für die Weinqualität. Nur wer hier konsequent vorgeht und auf Masse verzichtet, kann dauerhafte Qualität ernten.

Während der Weinlese wird auch noch einmal entscheidend die Qualität des Weines beeinflusst. Oberstes Gebot ist die 100% Handlese, an der sich neben den Schwestern viele Gäste und freiwillige Helfer beteiligen. Fingerspitzengefühl, langjährige Erfahrung und stabiles Wetter sind für ein optimales Lesegut erforderlich. Auch eine gezielte Selektion bei der Lese gehören dazu.