Advent

Schauend von fern,
gewahr’ ich Gottes Macht,
die kommt,
Wolkendunkel bedeckt die ganze Erde.
Eilt ihm entgegen und sprecht:
Tu uns kund, ob du es bist,
der über sein Volk Israel herrschen wird.
Schauend von fern eilt ihm entgegen …

(Responsorium vom 1. Adventssonntag)

 

Liebe Mitschwestern und Mitbrüder, liebe Verwandte und Freunde der Abtei St. Hildegard!

Wieder stehen wir an der Schwelle eines neuen Advents, sind wir angekommen an einem neuen Anfang. In geheimnisvoller Weise zieht uns der Advent in seinen Bann. Seine Liturgie, die der Sehnsucht der Menschheit aller Zeiten in Wort und Klang Ausdruck verleiht, erfüllt uns mit neuer Hoffnung und Erwartung: wir dürfen aufbrechen und dem entgegengehen, der uns immer schon entgegenkommt. Im Advent wird uns bewusst, wie sehr unser ganzes Leben Advent ist. Jeder neue Advent – das ist unsere Hoffnung – lässt uns ein wenig tiefer verstehen, was die Wirklichkeit Gottes in unserem Leben bedeutet.

Unser Jahresbericht möchte Sie wieder teilnehmen lassen an unserem Ergehen im vergangenen Jahr. Wir wissen, wie sehr unser Tun und Bemühen Stückwerk ist; umso mehr aber vertrauen wir auf das Erbarmen Gottes. So soll unser Bericht vom Dank getragen sein, und wir bitten Sie, ihn als Dank an Gott und an Sie, die Sie mit uns auf dem Weg sind, zu verstehen. Als Form haben wir in diesem Jahr eine Art Mosaik gewählt, eine Stichwortsammlung von A – Z. Die einzelnen Stichwörter wurden von verschiedenen Mitschwestern bearbeitet. Wir hoffen, dass diese Gemeinschaftsarbeit ein lebendiges Bild unserer Gemeinschaft mit ihren 55 Schwestern, von denen die jüngste seit zwei Monaten und die älteste seit 72 Jahren hier lebt, widerspiegelt, und überreichen sie Ihnen hiermit wie in einem Blumenstrauß zusammengebunden.

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