14. Station
Jesus wird in das Grab gelegt

„Hoffnung aber, die man schon erfüllt sieht, ist keine Hoffnung" (Röm 8, 24) .

Der Tod ist das letzte Geheimnis unseres Lebens.
Wer hätte nicht schon am Grab eines geliebten Menschen empfunden, was hier dargestellt ist. Nirgendwo spüren wir stärker unsere Solidarität mit der ganzen Schöpfung. Und Gott hat selbst seinen eigenen Sohn nicht davor bewahrt: „Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein. Er erniedrigte sich and war gehorsam bis zum Tod" (Phil 2, 6.8). Wirklich zu verstehen ist diesess Geheimnis nicht. Was bleibt, ist das schweigende Warten auf Antwort. Auch in ihrer schweigenden Haltung ist Maria für den suchenden Menschen Stütze im Glauben. Ihre Hände haben losgelassen. Wer dies nicht wie sie im Leben gelernt hat, von dem fordert es der Tod. Der Tod der anderen und spätestens der eigene. Aber es ist nicht ein Loslassen in Verzweiflung oder ein Loslassen aus Resignation vor der Unabänderlichkeit unseres „Daseins zum Tode", sondern wer alles gelassen hat, dessen Hände sind leer und bereit zu empfangen.

Er kann „hoffen gegen alle Hoffnung" (Röm 4, 18) and mit Paulus sagen: „Deshalb gilt: 'aus Glauben', damit auch gilt: 'aus Gnade"` (Röm 4, 16). Was könnte besser am Ende unseres Lebens stehen?



 
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