12. Station
Jesus stirbt am Kreuz

„Siehe, deine Mutter ! " (Joh 19, 27)

Die Stunde Jesu ist auch die Stunde seiner Mutter und unsere Stunde.
Die Stunde seiner Erhöhung, seines Hinübergangs zum Leben ist auch die Stunde der Verheißung an uns:
„Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen" (Joh 14, 18). Mit diesen Worten hatte Jesus seine Jünger im Abendmahlssaal getröstet. So steht selbstverständlich nun die als letzte unter dem Kreuz, die sich als erste wleder mit den Jüngern im Abendmahlssaal versammeln wird: Maria, seine Mutter, Urbild der Kirche. „Sie verharrten dort einmütig im Gebet, zusammen mit Maria, der Mutter Jesu" (Apg 2, 14). Maria wird fortan den Jüngern and uns vorangehen und den Weg zu ihrem Sohn weisen.
Stellvertretend für die vielen, die sich ihr unsichtbar anschließen, erhebt sie die Hände zum Gebet and lehrt uns so, das zu tun, was allein uns am Ende bleiben wird: die freie Selbstübergabe, die Rückgabe des Lebens an ihn, den Urheber allen Lebens.
Stellvertretend für uns, für die ganze Kirche, empfängt sie die Frucht des Kreuzes: die Hoffnung auf Erlösung, auf die Fülle des Lebens für alle, die glauben.



 
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