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Kapitel 01
6. Die dritte Art sind die Sarabaiten, eine ganz widerliche Art
von Mönchen. Weder durch eine Regel noch in der Schule der
Erfahrung wie Gold im Schmelzofen erprobt, sind sie weich wie Blei.
7.In ihren Werken halten sie der Welt immer noch die Treue. Man
sieht, dass sie durch ihre Tonsur Gott belügen.
8. Zu zweit oder zu dritt oder auch einzeln, ohne Hirten, sind
sie nicht in den Hürden des Herrn, sondern in ihren eigenen
eingeschlossen: Gesetz ist ihnen, was ihnen behagt und wonach sie
verlangen.
9. Was sie meinen und wünschen, das nennen sie heilig, was
sie nicht wollen, das halten sie für unerlaubt.
10. Die vierte Art der Mönche sind die sogenannten Gyrovagen.
Ihr Leben lang ziehen sie landauf landab und lassen sich für
drei oder vier Tage in verschiedenen Klöstern beherbergen.
11. Immer unterwegs, nie beständig, sind sie Sklaven der Launen
ihres Eigenwillens und der Gelüste ihres Gaumens. In allem
sind sie noch schlimmer als die Sarabaiten.
12. Besser ist es, über den erbärmlichen Lebenswandel
all dieser zu schweigen als zu reden.
13. Lassen wir sie also beiseite, und gehen wir mit Gottes Hilfe
daran, der stärksten Art, den Koinobiten, eine Ordnung zu geben.
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