Kapitel 35:
Der wöchentliche Dienst in der Küche
Die Brüder sollen einander dienen. Keiner werde vom Küchendienst
ausgenommen, es sei denn, er wäre krank oder durch eine dringende
Angelegenheit beansprucht;
denn dieser Dienst bringt großen Lohn und lässt die
Liebe wachsen.
Den Schwachen aber gebe man Hilfe, damit sie ihren Dienst verrichten,
ohne traurig zu werden.
Überhaupt sollen alle je nach Größe der Gemeinschaft
und nach den örtlichen Verhältnissen Hilfe bekommen.
Ist die Gemeinschaft größer, sei der Cellerar vom Küchendienst
ausgenommen, ebenso wer, wie gesagt, durch wichtigere Angelegenheiten
beansprucht ist.
Die übrigen Brüder sollen einander in Liebe dienen.
Wer den Wochendienst beendet, soll am Samstag alles reinigen
und die Tücher waschen, mit denen sich die Brüder Hände
und Füße abtrocknen.
Die Brüder, die den Wochendienst beginnen und die ihn beenden,
sollen allen die Füße waschen.
Die benutzten Geräte sollen dem Cellerar sauber und unbeschädigt
zurückgegeben werden.
Der Cellerar aber übergebe sie dem weiter, der den Dienst
antritt. So weiß er, was er gibt und was er zurückhält.
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