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Kapitel 31:
Vor allem habe er Demut. Kann er einem Bruder nichts geben, dann
schenke er ihm wenigstens ein gutes Wort.
Es steht ja geschrieben: "Ein gutes Wort geht über die
beste Gabe." (Sir 18,17)
Alles, was der Abt ihm zuweist, übernehme er in seine Verantwortung;
was er ihm aber verwehrt, maße er sich nicht an.
Den Brüdern gebe er das festgesetzte Maß an Speise und
Trank ohne jede Überheblichkeit oder Verzögerung, damit
sie nicht Anstoß nehmen. Er denke daran, was nach Gottes Wort
der verdient, der einem von den Kleinen Ärgernis gibt. (Mt
18,6)
In größeren Gemeinschaften gebe man ihm Helfer. Mit
ihrer Unterstützung kann er das ihm anvertraute Amt mit innerer
Ruhe verwalten.
Zur bestimmten Stunde werde gegeben, was zu geben ist, und erbeten,
was zu erbitten ist,
denn niemand soll verwirrt und traurig werden im Hause Gottes.
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