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Sr. Mirjam beste Absolventin aller Zeiten an Wiesbaden Business School

Sr. Mirjam Kämpf (35) ist Nonne im Benediktinerinnenkloster St. Hildegard im Rheingau und hat dieses Wintersemester ihr Studium als beste Absolventin aller Zeiten am Fachbereich Wiesbaden Business School, mit der Note 1,0, abgeschlossen. Im Interview berichtet sie über ihr außergewöhnliches Leben zwischen Kloster und Vorlesungssaal.

„Das ist mein Platz“ – ein Film über Sr. Judith

Schwester Judith Nessel ist Goldschmiedin. Doch die Aufträge in ihrem Atelier werden weniger. Das hat einen bestimmten Grund.

Schwester Judith Nessel ist Benediktinerin im Kloster St. Hildegard bei Rüdesheim und gelernte Goldschmiedin. In früheren Jahren hatte sie viele Aufträge vor allem für Primizkelche für Neupriester oder liturgische Geräte. Heute konzentriert sie sich auf Schmuckarbeiten und private Goldschmiedeaufträge.

Beim Klick auf das Bild geht zum Film.

srJudith

Die großen O-Antiphonen in Wort, Ton und Bild

Die Tage vom 17.–23. Dezember sind durch die sieben O-Antiphonen in der Vesper besonders herausgehoben. In ihnen wird Jesus Christus unter Bildworten und Titeln angerufen, die im Alten Testament dem erwarteten Messias zugesprochen werden. Die O-Antiphonen haben alle denselben Aufbau. Sie beginnen mit dem „O“, dem bewundernden Ausruf des Staunens über Gottes Heilstaten, die sich in besonderer Weise in Christus, unserem Erlöser, offenbart haben. Dann schließt sich ein messianischer Hoheitstitel aus dem Alten Testament an, der jeweils auf Jesus Christus hin gedeutet wird. Auf diese Hoheitstitel folgt eine Aussage über das, was der Herr tut oder wie er seine Herrschaft ausübt. In dem eindringlichen Ruf »Veni« – Komm! – drückt sich die Heilssehnsucht des Gottesvolkes bis heute aus. Es sind wunderbare Bilder, zum Teil Erinnerungen an das Wirken Gottes an seinem Volk Israel. Text und Melodie sind zu einer Einheit verschmolzen. Wer sich von dieser innigen Einheit erfassen lässt, wird etwas erfahren von der Sehnsucht, mit der diese Tage zum Weihnachtsfest hindrängen. Es geht um das Hören, Singen und Beten dessen, was Ziel unserer Sehnsucht ist.

Alle sieben Hoheitstitel umkreisen das Mysterium Gottes: O Weisheit, O Adonai, O Wurzel Jesse, O Schlüssel Davids, O Morgenstern, O König der Könige, O Emmanuel! Gott kann man keinen gültigen Namen geben, sondern Gott ist der Name über alle Namen (Phil 2,9). Wir können ihn nicht benennen, uns seiner nicht bemächtigen, son-dern ihn nur mit vielen Bildern umschreiben. Gott lässt sich nicht erkennen, sondern nur erahnen. Er ist das „mysterium tremendum“, das „mysterium fascinosum“ unseres Le-bens. Nur manchmal dürfen wir etwas von ihm erahnen. Gott ist nicht Statik, sondern unerhörte Dynamik. Er kommt in vielen Erscheinungsformen auf uns zu. Er ist immer der ganz andere. Wir können uns nur stammelnd und bewundernd diesem Mysterium nähern. Nur in dieser Haltung beginnen wir zu ahnen, was es heißen mag: Gott wird Mensch – et incarnatus est. Dieser Gott will mich, dieser Gott liebt mich – welch unbegreifliche Wahrheit.



osapientia117. Dezember: O Sapientia , o Weisheit, hervorgegangen aus dem Mund des Höchsten – die Welt umspannst du von einem Ende zum andern, in Kraft und Milde ordnest du alles: Komm und offenbare uns den Weg der Weisheit und Einsicht.
Die Weisheit wird im Neuen Testament auf Christus übertragen. „Gott hat Christus für uns zur Weisheit gemacht, damit wir in ihm ihre Schätze finden“ (Kol 2,3). Von diesem Christus wird gesagt, er herrsche in Kraft und Milde. Ist das für uns nicht vielfach ein Gegensatz? Da ist einer, der sich durchsetzen kann, und da ist der andere in Milde. Bei Christus fällt beides zusammen. Er herrscht mit zarter Kraft und starker Milde. So ordnet er alles. Alles bekommt bei ihm Maß und Mitte. Maß heißt nicht Mittelmaß, sondern in der Mitte des Wesens ruhen. – „Komm!“, in diese Bitte mündet die Antiphon ein. Komm und offenbare Dich! Eine ganz große Bitte. Wo Gott sich offenbart, erkennen wir, wird uns Einsicht, Wissen des Herzens geschenkt.

O Sapientia (MP3-Datei anhören)



oadonai118.12.: O Adonai, Herr und Führer des Hauses Israel – im flammenden Dornbusch bist du Mose erschienen und hast ihm auf dem Berg das Gesetz gegeben: komm und befreie uns mit deinem starken Arm.
Adonai – der Gottesname war dem Volk Israel heilig: Gott war der Unaussprechliche. Gott, der ganz andere, zu dem vom Menschen her kein Zugang möglich ist, er hat sich uns offenbart als Herr des gesamten Kosmos, als Herr der Geschichte. Er führt uns durch alle Höhen und Tiefen, durch alle Schmerzen und Verlassenheiten. Advent, Weihnach-ten, das bedeutet, dieser Gott, der die Herrschaft über Zeit und Geschichte hat, wird Mensch. O Adonai, Herr, mein Herr! Wo Gott erscheint, da brennt der Dornbusch, da ist Feuer und Brand. „Ich bin gekommen, Feuer auf die Erde zu werfen; und was will ich anders, als dass es brenne.“ Wo Gott kommt, da kann sich ein Leben mit einem Schlag verändern, da setzt er neue Maßstäbe. Er bietet uns seinen Bund an, sagt Ja zu uns. Und so dürfen wir auch Ja sagen zu ihm. Er ist uns treu, und nie ist es für uns zu spät, in die Bundestreue zurückzukehren. Wenn wir es nicht können, so ist es doch er, der uns mit starkem Arm in die Freiheit der ersten Liebe zurückführt.

O Adonai (MP3-Datei anhören)

 



oradixjesse119.12.: O Radix Jesse, o Spross aus der Wurzel Jesse, gesetzt zum Zeichen für die Völker – vor dir verstummen die Herrscher der Erde, dich flehen an die Völker: komm und errette uns, erhebe dich, säume nicht Länger.
Christus, der Wurzelstock – die Wurzel ist Symbol des Urgrunds, aus dem alles Sein und Wachsen hervorkommt. Das heißt glauben: verwurzelt sein in Ihm; hier findet der Mensch seine Identität. In Christus, dem Wurzelstock aus dem Urgrund Gottes. Wurzeln schlagen, das ist ein Lebensprogramm. Christus ist uns gesetzt zum Zeichen, er ist das Signal, das uns aufrütteln will aus unserer Schläfrigkeit. Advent fordert Entscheidung, ob wir uns dem Signal stellen wollen. Nicht aus eigener Kraft können wir uns entscheiden; wir müssen Gott bitten, dass er es in uns wirkt. Wir dürfen ihn geradezu „unverschämt“ bedrängen, in viermaligem Ruf: „Komm, errette uns, erhebe dich, säume nicht länger.“ Die Sehnsucht nach ihm kennt keine Grenze. Gott will gebeten werden, Gott will mit unbändigem Glauben, mit einer unbändigen Hoffnung bedrängt werden. Mit solch unbändigem Vertrauen geben wir ihm die Ehre.

O Radix Jesse (MP3-Datei anhören)

 

 



Bildschirmfoto 2012-12-19 um 15.45.3420.12.: O Clavis David, o Schlüssel Davids, Zepter des Hauses Israel – du öffnest, und niemand kann schließen, du schließt, und keine Macht vermag zu öffnen: komm und öffne den Kerker der Finsternis und die Fesseln des Todes!
Schlüssel, ein Zeichen der Verfügungsgewalt. Wer den Schlüssel besitzt, kann Eintritt gewähren oder verwehren. Wer den Schlüssel besitzt, der trägt die Verantwortung. Wem das Zepter verliehen wurde, dem ist alle Macht gegeben. „Komm und öffne den Kerker der Finsternis und die Fesseln des Todes.“ – Dies ist die erschütterndste Adventsbitte. Es geht um die Existenzfrage unseres Lebens. Jeder kann sich in dieser Bitte wiederfinden. Auch wir sind im Kerker der Finsternis, in der Nacht unserer Seele. Für jeden Menschen gibt es Zeiten, in denen er durch das Dunkel wie durch einen Tunnel gehen muss. Wir kennen die Fragen, die kein Mensch uns beantworten kann, die Zweifel, die an unserem Herzen nagen, die innere Zerrissenheit, die Einsamkeit und die quälende Suche nach dem Willen Gottes für uns. Aus solcher Not erwächst der Schrei: Öffne, mein Gott, den Kerker meines Herzens und reiß mich aus der Finsternis! Du, Herr, kannst es, du kannst meine Verschlossenheit aufbrechen, meine Stummheit lösen, du kannst mir die Angst nehmen und meine Finsternis erhellen.

OclavisDavidnurAnt (MP3-Datei anhören)



Bildschirmfoto 2012-12-19 um 15.53.5821.12: O Oriens, o Morgenstern, Glanz des unversehrten Lichtes, der Gerechtigkeit strahlende Sonne: Komm und erleuchte, die da sitzen in Finsternis und im Schatten des Todes.
„Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht; über denen, die im Land der Finster-nis wohnen, strahlt ein Licht auf“ (Jes 9,1). Drei Bilder umschreiben das aufstrahlende Licht. Morgenstern, Glanz des unversehrten Lichtes, Sonne der Gerechtigkeit. Der Mor-genstern ist Symbol der Hoffnung: klar und funkelnd geht er auf, durchbricht das Dunkel der Nacht und kündet die aufgehende Sonne an, Weihnachten, den Morgen Christi. Von ihm geht Glanz aus, strahlendes Licht, Helligkeit, ganz rein, ohne jede Versehrtheit. Der Morgenstern wächst an zur strahlenden Sonne, immer heller leuchtet der Tag: Leben, Licht, Wärme, Freude, das ist Christus für die Welt des Glaubens. Er ist das Licht, das neue Verhältnisse schafft. Er allein kann uns retten aus den Schatten des Todes, aus Er-fahrungen der Grenze, des Scheiterns, des Älterwerdens, der Todesahnung, der Sorgen und Nöte. In diesen Erfahrungen der Dunkelheit fordert uns die Adventsbotschaft he-raus: „Mache dich auf, werde licht, denn dein Licht kommt!“ (Jes 60,1)

OOriensnurAnt (MP3-Datei anhören)



Bildschirmfoto 2012-12-19 um 15.53.3922.12.: O Rex Gentium, o König aller Völker, ihre Erwartung und Sehnsucht; Schlussstein, der die Gegensätze eint: Komm und errette den Menschen, den du aus Erde gebildet hast!
Wir tun uns heute schwer mit der Vorstellung des Königtums Christi. Zu schnell verbin-den wir sie in einem Jahrhundert der Diktatoren mit Gewaltherrschaft, Macht und Ohnmacht. Für Israel verknüpft sich mit dem Bild des Königs anderes: Der König ist der Diener des Bundesgottes, der mit der Wahrung der Gottesordnung Beauftragte. Nicht Feldherrentalent oder staatsmännische Begabung, auch nicht innerpolitische Machtbe-fugnisse schaffen den König, sondern sein persönlicher Ausweis als der mit göttlicher Kraft Erfüllte. Christus ist der König, das heißt: er ist der von Gott eingesetzte Lenker der Völker, der Friedensfürst. Auf ihn setzen die Menschen ihre Hoffnung, auf ihn richtet sich ihre Sehnsucht durch die Jahrtausende. Er ist der Schlussstein, der den ganzen Bau zusammenhält. Aber er ist auch der Stein des Anstoßes. Die Begegnung mit Christus stellt in die Entscheidung. Es geht um nichts Geringeres als um Gewinn oder Verlust des Lebens. Darum schließt sich die flehentliche Bitte an: Komm, rette deine Geschöpfe, errette, was du selbst gemacht hast. Das heißt doch auch: Gott weiß sich für uns verantwortlich. Wir dürfen uns darauf berufen, seine Geschöpfe zu sein – in aller Hinfälligkeit. Er kann uns wieder heil machen. Heil sein bedeutet: Gott ganz zugewandt sein und zur gleichen Zeit in sich ruhend. Ganz Auge und Ohr auf Gott hin sein und zu-gleich in sich gesammelt. Unsere Identität besteht im Anschauen Gottes, dazu sind wir geschaffen, darin finden wir Erfüllung. Das ist Advent. Maranatha – komm! Amen, ja komm, Herr Jesus!

ORexGentiumnurAnt (MP3-Datei anhören)



Bildschirmfoto 2012-12-19 um 15.54.1323.12.: O Emmanuel, Gott mit uns, unser König und Lehrer, du Hoffnung und Heiland der Völker: Komm, eile und schaffe uns Hilfe, du unser Herr und unser Gott!
Die letzte O-Antiphon fasst noch einmal zusammen, was in den vergangenen Tagen besungen wurde. Alles hat sich gesteigert und drängt hin auf den morgigen Tag: Heute sollt ihr wissen, dass der Herr kommt, und morgen sollt ihr seine Herrlichkeit schauen. O Emmanuel – Du, der du mit uns bist, der du mit uns warst, der du kommst. Das ist ein Glaubensbekenntnis, nicht eine neutrale Aussage über Gott. Emmanuel, das ist ein Na-me ganz großen Vertrauens. Dieser Gott ist unsere einzige Hoffnung in allen Hoffnungs-losigkeiten unserer Tage. Er ist der Heiland, der uns Heilung bringt. Ihn dürfen wir an-rufen: Komm, schaffe uns Hilfe! Schaffe uns neu, schaffe die Welt neu. Schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde, in der kein Leid mehr sein wird, kein Schmerz und keine Tränen.

OEmmanulenurAnt (MP3-Datei anhören)

 

 



Von Sr. Christiane Rath OSB

 

Johannes der Täufer: Urgestalt des Advent

In der orthodoxen Kirche sind Johannes der Täufer und Maria die beiden größten Heiligen. Zwei Menschen der Stärke und der Demut zugleich, von Gott erwählt, Unerhörtes zu vollbringen: Gott zu gebären und IHN zu taufen. Beide hat Gott ganz und gar in seinen Dienst genommen, beiden auch hat er das Härteste abgefordert. Und: beiden war nichts anderes aufgetragen, als allmählich und immer mehr in den Hintergrund zu treten – abzunehmen, damit er wachsen könne. Das Wegbereiten des Täufers bleibt ein Mysterium – ebenso wie die Mutterschaft Mariens.

Ich möchte hier einerseits die Gestalt Johannes des Täufers selbst in seinen wichtigsten Äußerungen befragen, andererseits sollen die Evangelisten in ihrem Zeugnis über ihn zu Wort kommen. Hören wir auf das, was sie uns zu sagen haben – und fragen wir uns, wie wir mit unserem eigenen Leben Antwort geben können auf ihren Ruf.

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Maria: Mutter des Kommenden

Ich sehe dich in tausend Bildern,
Maria, lieblich ausgedrückt,
Doch keins von allen kann dich schildern,
Wie meine Seele dich erblickt.

Ich weiß nur, dass der Welt Getümmel
Seitdem mir wie ein Traum verweht,
Und ein unnennbar süßer Himmel
Mit ewig im Gemüte steht.

Novalis

„Ich sehe dich in tausend Bildern, … doch keins von allen kann dich schildern, wie meine Seele dich erblickt“. So ähnlich ergeht es mir – und so ähnlich wird es vielleicht auch Ihnen ergehen.

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Mit Feuerwehrhelm und Nonnenkutte

In der Hessenschau:
Ora et Labora – bete und arbeite! Das ist das tägliche Brot einer Nonne. Schwester Andrea aus dem Kloster der Heiligen Hildegard im Rheingau ist jedoch eine Nonne der besonderen Art. Neben ihren Gottesdiensten kommt sie auch oft als Feuerwehrfrau zum Einsatz.

 

Der 2016er Jahrgang ist im Keller

„Nichts ist so beständig, wie die Veränderung … “ Das trifft auch auf den Herbst 2016 zu. Wieder einmal verlief die Weinlese ganz anders. In diesem Jahr begann sie später als in den vergangenen Jahren, aber eigentlich zum „normalen“ Zeitpunkt:

Die Lese der Spätburgunder Trauben fand vom 5. -7. Oktober statt, direkt nach der Weihe von Mutter Dorothea. In diesem Jahr haben wir unsere Assmannshäsuer Hinterkirch Spätburgundertrauben von Hand gelesen und unsere Rüdesheimer Rotweinlagen mit dem Vollernter. Die technische Entwicklung der Vollernter ist inzwischen weiter fortgeschritten: So konnten in einem Arbeitsgang die Trauben gelesen und dann die Beeren von den Stielen getrennt werden. Faszinierend und im Ergebnis sogar ein wenig besser als bei der Handlese.

Jedenfalls haben wir sehr gute, vollausgereifte Trauben heimgebracht, die auch von den Oechsle-Werten sehr zufriedenstellend waren (102°- 95°Oe). Wir können uns auf den 2016 Rotweinjahrgang freuen.

Auch bei der Riesling Lese (13.10. – 21.10.) kam der Vollernter vermehrt zum Einsatz und nur die Weinberge, die nicht durch den Vollernter zu befahren sind, haben wir von Hand gelesen. Vorrausetzung für die Lese durch den Vollernter sind und bleiben gesunde Trauben. Da in diesem Jahr durch die extreme Trockenheit Ende August und September, verbunden mit hohen Temperaturen bei den Trauben vermehrt Sonnenbrand auftrat, war eine negative Vorlese von Hand unabdingbar. Auch die Krankheit ESCA, bei der Rebstöcke absterben und die Trauben somit nicht ausreifen, machte die negative Vorlese notwendig.

Mit den so gelesenen, gesunden Trauben konnten wir dann längere Maischestandzeiten durchführen. So wurde der Kontakt mit der Beerenschale intensiviert, was die Extraktion von positiven Inhaltsstoffen der Beeren in den Most fördert. Die Weine werden dadurch noch aromatischer.

Mit unserem traditionellen Herbstschluß konnten wir eine gute Rieslingernte feiern. Die Erntemenge lag knapp über der des Vorjahres und die Oechsle zwischen 78° und 91°Oe. So gären nun ein paar vielversprechende Tropfen in unserem Keller!

 

Deutsche Hildegard-Werkausgabe vollendet

Pünktlich zur Frankfurter Buchmesse ist der zehnte und letzte Band der von unserer Abtei herausgegebenen Hildegard-Werkausgabe im Beuroner Kunstverlag erschienen. Er trägt den Titel „Prophetisches Vermächtnis – Testamentum propheticum“ und enthält einen in seinem Gesamtzusammenhang erst 2014 entdeckten Brief, den die heilige Hildegard in fortgeschrittenem Alter an ihre Gemeinschaft auf dem Rupertsberg schrieb. Übersetzt und eingeleitet wurde der Band von unserer Sr. Dr. Maura Zátonyi.

Das Buch kann zum Preis von 14,90 € über unseren Klosterladen bestellt werden: klosterladen@abtei-st-hildegard.de oder per Telefon: 06722/499-116.

Literarischer Herbst im Kloster

Wenn die Tage wieder kürzer werden, der Wein gelesen ist, der Garten weniger Aufmerksamkeit verlangt und die Weinprobierstände schließen – dann können wir uns wieder beruhigt anderen Dingen zuwenden, wie z.B. Literatur.

Wir laden Sie sehr herzlich ein, mit uns gemütliche Stunden im Kloster zu verbringen. Am 19. November besucht uns dann die bekannte Rheingauer Mundartdichterin Ulrike Neradt, um uns in ihrer typisch unterhaltsamen Art mit Rheingauer Geschichten zu erfreuen.

Einlass zu der Veranstaltung ist jeweils ab 19.00Uhr zu einem „Aperitif“. In unserer Vinothek empfangen wir Sie mit ein paar kleinen, selbstgemachten Köstlichkeiten. Wer möchte, kann dazu ein Glas Wein aus dem Klosterweingut erwerben und sich in angenehmer Atmosphäre vom Tag erholen.

Wir würden uns sehr freuen Sie bei uns begrüßen zu dürfen.

Ihre Schwestern der Abtei St. Hildegard

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„Kinner, wie die Zeit vergeht“

Wer hat sich nicht schon gefragt wo die Zeit geblieben ist? Und überlegt, wie es wäre sie zurückzudrehen? Ulrike Neradt widmet sich diesem Thema und beleuchtet es mundartlich, gewohnt professionell. Dabei haben wir keinen trockenen Vortrag zu erwarten, vielmehr erzählt, sprudelt, babbelt und plaudert sie über Geschehnisse und Empfindungen, teilt die schönsten Anekdoten mit uns. Danach gibt es eine Lektion in hessischer Grammatik mit Beispielen von Hedwig Witte – der „durchene Handkäs´“ ist vielen ein Begriff. Und wer ihn noch nicht kennt, ist nach vielen Lachern wieder etwas schlauer. Ulrike Neradt im Rheingau groß geworden, wurde 1972 zur Deutschen Weinkönigin gekrönt. Heute ist sie Kabarettistin, Chansonette und Moderatorin. Sie schreibt Bücher in ihrem Dialekt und ist erste Vorsitzende des Rheingauer Mundartvereins e.V.

Datum: 19.November 2016
Einlass: ab 19.00 zu einem Aperitif
Beginn: 20.00 Lesung
Treff: Vinothek im Klosterladen Abtei St. Hildegard
Eintritt 10 Euro

 

Kurzfilme zur Ausstellung „Punkt Omega“

HERZLICH WILLKOMMEN!

Samstag, 05. November 2016, 14.30 bis 16.00 Uhr (Treffpunkt vor dem Klostercafé)

Annette Philp, die seit 2012 mit der Kurzfilmreihe „Deutschlandlieder“ den Prozess nationaler Identitätsveränderung beobachtet, zeigt erstmals ein Programm von acht Filmen zum Thema Spiritualität und Religion, darunter auch Filme zu Hildegard von Bingen und Elisabeth von Thüringen. Dabei hat der neue Kurzfilm „Eibingen“ Premiere. Ihre Beobachtungen aus Deutschland werden von Bildern aus Indien ergänzt, die eine gemeinsame Grunderfahrung, eine Tiefendimension der Spiritualität sichtbar werden lassen.

Dr. Annette Philp ist Kunsthistorikerin, Kunstpädagogin und Filmemacherin.