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84. Klosterkonzert des MGV Cäcilia Eibingen

Sonntag, 19. November, 15.30 Uhr, Großer Gruppenraum
84. Klosterkonzert des Männergesangvereins „Cäcilia Eibingen“

Der Chor bringt in diesem Jahr geistliche Gesänge – auch mit zeitgenössischem Hintergrund – und eine Auswahl aus seinem modernen Repertoire zu Gehör.

Dirigent und Chorleiter: Carsten Diener

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und heißen Sie herzlich willkommen!

Ab 1. November: Neue Öffnungszeiten des Klostercafés

Seit März dieses Jahres betreiben wir ein integratives Klostercafé gemeinsam mit den Rheingau Werkstätten Rüdesheim des St. Vincenzstiftes / Aulhausen, einer Einrichtung für Menschen mit Beeinträchtigung oder Lernbehinderung. Wir sind dankbar und froh über die Zusammenarbeit und freuen uns jeden Tag über das gute  Miteinander und die hohe Akzeptanz unseres Integrativen Klostercafés bei den Gästen. Sowohl die Pilger und Wanderer als auch Nachbarn aus der Umgebung und aus dem Rheingau kehren gerne bei uns ein und genießen die Angebote aus der Klosterküche und der Klosterbäckerei.

Nun stehen die Wintermonate vor der Tür, die Tage werden kürzer und das Licht spärlicher. Mit Rücksicht auf unsere Beschäftigten mit Beeinträchtigung möchten wir deshalb die Öffnungszeiten unseres Klostercafés wie folgt der Jahreszeit anpassen:

In der Zeit vom 1. November bis 28. Februar 2018 schließt das Klostercafé um 16.00 Uhr.

Im Januar bleibt das Klostercafé gänzlich geschlossen.

Ab 1. Februar 2018 ist das Klostercafé montags geschlossen.

Wir bitten um Verständnis und freuen uns auf Ihren Besuch!

Ewige Profess unserer Sr. Mirjam

Heute, am Fest der heiligen Erzengel Michael, Gabriel und Raphael, hat unsere Sr. Mirjam Kämpf im Rahmen der feierlichen Eucharistiefeier ihre Ewige Profess abgelegt und die monastische Weihe empfangen. Damit hat sie sich für immer an Gott und unsere Gemeinschaft gebunden. Ihren klösterlichen Lebensweg stellt Sr. Mirjam unter das Leitwort „Ego sum vita – Ich bin das Leben“ (Johannesevangelium 11,25). Wir danken Gott für das Geschenk der Berufung und freuen uns über unsere neue Mitschwester.

Ansprache von Mutter Dorothea bei der Reliquienfeier am Hildegardisfest

Lieber Bischof Georg, liebe Pilger, Verehrer und Freunde der heiligen Hildegard!

Wir feiern heute das Hildegardisfest, fast fünf Jahre nach der Erhebung Hildegards zur Kirchenlehrerin am 7. Oktober 2012. In diesem Jahr fällt das Fest mit dem Ende der Limburger Kreuzwoche, dem Kreuzfest, zusammen.

Christlicher Glaube und das Kreuz sind untrennbar verbunden, so gehörte das Kreuz auch zum Leben und zur Verkündigung der heiligen Hildegard von Bingen, die für den Glauben, das Evangelium und die Wahrheit brannte.

Ihr erschlossen sich die Heiligen Schriften und das, was das Evangelium konkret für unser Leben bedeutet und fordert, durch die Stimme aus dem Himmel, die zu ihrem Innern sprach, durch das lebendige Licht, das sie zu Worten und zu Taten drängte.

Zur Gnade und zum Licht gehören immer auch Abgrund und Dunkel des Kreuzes. Wir erfahren das auch heute jeden Tag. Gerade in unserer Zeit müssen viele Menschen, auch Christen, wegen ihres Glaubens viel Leid und Verfolgung erfahren, Benachteiligung und sogar den Tod. Wo nur Schmerz zu sein scheint, gibt es doch auch Mut, Standhaftigkeit und die Kraft des Erleidens, die als Kraft und fruchtbringende Energie in der Welt bleibt – so wie aus dem Opfer, dem Kreuzestod Christi das Leben der Kirche erwächst.
Die Liebe Christi hat seit Beginn des Christentums bis zu uns hin viele Menschen berührt. Sie hat ein Feuer in ihnen erweckt, das sie befähigt, selbst ein Werkzeug der Liebe zu werden – immer wieder auch Zeugen der Liebe bis zur Selbsthingabe zu werden. Dies sehen wir an den großen Heiligen, aber auch an allen Menschen, die treu ihrem Gewissen folgen, sich für andere einsetzen und Licht in die Welt tragen.

Hildegard hat Christus im lebendigen Licht erfahren und gehört. Sie hat die Herrlichkeit Gottes, die Wahrheit und die abgrundtiefe Liebe Gottes erfahren – und sie hat dabei auch das Kreuz erlebt, das wesenhaft zur Herrlichkeit gehört.

So hörte Hildegard durch das lebendige Licht und schrieb in ihrem Hauptwerk SCIVIAS:

„Ich, das lebendige Licht, das das Dunkel erleuchtet, habe den Menschen, den ich wollte und den ich, wie es mir gefiel, erschüttert habe, in großen Wundern über das Maß der alten Menschen hinausgestellt, die in mir viele Geheimnisse schauten. Doch ich habe ihn auf die Erde hingestreckt, damit er sich nicht in irgendeiner Überheblichkeit seines Geistes aufrichtet.“

 

Die „Erschütterung“, das „Hingeworfen-Sein“, die Demut, die Erfahrung der Unwissenheit im Licht des Allwissens und der Herrlichkeit Gottes – dies sind die Weisen wie der begrenzte Mensch auf das Geheimnis Gottes reagiert, wenn er sich in Aufrichtigkeit und Wahrheit dafür öffnet.
Diese Erfahrung ist durch die Generationen vertraut. Hildegard hat sie intensiv gelebt und auch wir, jeder/jede einzelne hat daran Teil und ahnt um die verborgene Fruchtbarkeit und Kraft dieser „Erschütterung“.

So hat Hildegard das Kreuz erlebt, wenn sie konkret auf das Krankenlager geworfen wurde, weil sie sich scheute, die Worte des lebendigen Lichtes aus sich heraus dringen zu lassen.

Auch wir kennen ein Ringen um die Wahrheit, ein Ringen in Angst und in der lähmenden Frage „Wie soll das gehen! Wie soll eine schwere Situation sich lösen, wie soll ich da durchkommen? Wie soll ich das tun, so dass es auch für den anderen gut, gerecht und in der Wahrheit bleibt?“

Wir haben die Zusage des Heiligen Geistes, der uns hilft zu sprechen, zu handeln und das Evangelium auszustrahlen, wie es z.B. im 2. Korintherbrief heißt:

„Der Herr aber ist der Geist, und wo der Geist des Herrn wirkt, da ist Freiheit. Wir alle spiegeln mit enthülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wider und werden so in sein eigenes Bild verwandelt, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, durch den Geist des Herrn (3,17-18)“.

Wirklich zu leben, was wir sind und was wir erfahren haben durch Gottes Liebe, geht oft durch das Kreuz, weil es von uns fordert, uns zu lassen, uns erschüttern zu lassen, uns hinzugeben und die Wahrheit und Liebe Gottes ganz durch uns nach außen dringen zu lassen. Die Wahrheit braucht oft Überwindung und Mut, weil sie unbequem sein kann und Änderung, Umkehr einfordert.

Die heilige Hildegard hat Not, Schwäche, Krankheit, das Dunkel des Kreuzes durchlebt und sich dann unter Gottes Willen gestellt. Sie hat erlebt, wie durch ihr Eingehen und Einwilligen auf Gottes Anspruch Gott selbst wirkt, wie Gott Heil, Kraft und Licht schenkt. Und Gott hat durch Hildegard hindurch in besonderem Maße Kraft und Heil geschenkt: damals als sie mit den Menschen sprach und für sie schrieb, wie auch heute, wenn wir ihre Schriften lesen und ihrem Beispiel folgen. Sicher hat sie Stärkung beglückend erfahren, wenn sie sich auf Gottes Willen einließ, doch hat sie wohl auch die Mühsal ertragen und durchlebt. So ermutigt sie uns durch ihr Beispiel, durch ihren Gehorsam.

Sie hat das Kreuz erfahren, wenn ihr Gewissen sie zur Barmherzigkeit drängte und sie dabei auf Widerstand der kirchlichen Autoritäten stieß wie z.B. als sie den Adligen, der sich vor einem Priester bekehrt hatte, beerdigen ließ und daraufhin tiefe Einschränkungen, das Interdikt für ihren gesamten Konvent, erdulden musste. Unverstandensein und daraus Unrecht erleiden, ist ebenfalls eine Form des Kreuzes.

Im Kontext des Kreuzes stehen auch die beiden Gestalten aus der 1. Vision des ersten Teils von SCIVIAS: die Furcht des Herrn und die Armut im Geiste.

„Und vor ihm, am Fuße des Berges, steht eine Gestalt, über und über mit Augen bedeckt. Es ist die Furcht des Herrn, die vor den Augen Gottes in Demut auf das Reich Gottes blickt; umgeben von Klarheit der guten und gerechten Absicht, bewirkt sie in den Menschen Eifer und Beständigkeit … und vertreibt alles Vergessen der göttlichen Gerechtigkeit.“

Die Furcht des Herrn darf nicht mit „Angst“ verwechselt werden: Furcht des Herrn bedeutet Ehrfurcht, aufmerksame und liebende Hinwendung.
Die Furcht des Herrn blickt nur auf Gott, daher ist sie ganz von Augen bedeckt, sie erblickt das Wahre und strahlt daher Klarheit aus. Der Furcht des Herrn folgt die Haltung der Armut im Geiste. Sie folgt treu den lichten Spuren des Gottessohnes. Indem sie sich ganz hingibt, wird sie umflutet von der Herrlichkeit und der Kraft Gottes – so sehr, dass nur noch der Glanz Gottes zu sehen ist, nicht mehr ihr Antlitz:

„Auf ihr Haupt fällt ein so heller Glanz von dem, der auf dem Berg sitzt, dass du ihr Antlitz nicht anzuschauen vermagst; denn die so große Strahlkraft der Heimsuchung durch Ihn, der ruhmvoll über die gesamte Schöpfung herrscht, verströmt die Macht und Stärke dieser Seligkeit so reich, dass du in deiner sterblichen schwachen Betrachtung seine Absicht nicht erfassen kannst; denn Er, der den himmlischen Reichtum besitzt, hat sich demütig der Armut unterworfen.“

Die Furcht Gottes und die Armut im Geiste: Beide sind ganz auf Gott ausgerichtet. Sie schauen ganz auf Gott und sind ganz durchlässig für Gottes Herrlichkeit und Kraft. So verschwindet in Hildegards Bild der Armut im Geiste ganz das eigene Antlitz.

Der Mensch, der auf einem solchen Weg der Hingabe und Durchlässigkeit ist, so dass ihm geschieht nach den Worten Johannes des Täufers: „Er muss wachsen, ich aber muss kleiner werden (Joh 3,30)“ erfährt das eigene Unvermögen, Nicht-Verstehen, seine Angst und Leere als Wunde, Schmerz und Kreuz. Wenn aber das Abnehmen immer mehr von Gottes Wachsen abgelöst wird, wenn der Mensch immer mehr in die Gottesebenbildlichkeit hineinwächst, dann ist das Verschwinden des eigenen Antlitzes ein mehr in Gott hinein und das bedeutet ein Mehr an Wahrheit und ein Mehr an Selbst.

In einem Brief an Abt Philipp schreibt Hildegard: „… gewährt mir eure Gebetshilfe, damit ich in der Gnade Gottes zu verharren vermag. Ihr habt mich bis jetzt vor euch auf meinem Krankenlager da nieder liegen sehen. Denn ich behielt keinerlei Sicherheit in mir und habe all meine Hoffnung und mein ganzes Vertrauen auf die Barmherzigkeit Gottes gesetzt.“
Keinerlei Sicherheit in ihr – so empfindet es Hildegard – so sieht sie ihre Wahrheit und es kostet Mut, diese Wahrheit anzunehmen. Und doch liegt gerade im Annehmen der eigenen Unsicherheit Stärke und Kraft, weil sie sich auf eine andere Sicherheit verlassen kann, die sie in Barmherzigkeit umfängt und die in ihr wirkt.

Bei ihrem Tod, so wird in ihrer Lebensgeschichte von Zeitgenossen berichtet, ist am Himmel ein hellstrahlendes Kreuz erschienen – hier ist es das Kreuz der Erlösung, des Sieges über alles, was nicht dem Evangelium entspricht.
Das strahlende Kreuz ist ein Gegensatz, der in unserem Denken nicht aufgelöst werden kann. Gerade durch das Nicht-aufgelöst-werden-Können ist es ein Zeichen der unendlichen Liebe und Herrlichkeit Gottes. Durch das Leben in der Nachfolge kann immer mehr Annäherung an die Unendlichkeit der Liebe, Barmherzigkeit und Herrlichkeit Gottes geschehen. In dieser Unendlichkeit fallen die Gegensätze zusammen und alles wird als strahlende Liebe sichtbar.

Diese unbegreifliche und doch für unser Leben konkrete Unendlichkeit hat Hildegard uns in Ihrer Schau, wie sie sie in ihren Bildern ausdrückte, aufgezeigt und sie hat einen Weg immer mehr in die Wirklichkeit Gottes und in Seine Wahrheit gewiesen.

Ansprache von Mutter Dorothea bei der Reliquienfeier am Hildegardisfest

Lieber Bischof Georg, liebe Pilger, Verehrer und Freunde der heiligen Hildegard!

Wir feiern heute das Hildegardisfest, fast fünf Jahre nach der Erhebung Hildegards zur Kirchenlehrerin am 7. Oktober 2012. In diesem Jahr fällt das Fest mit dem Ende der Limburger Kreuzwoche, dem Kreuzfest, zusammen.

Christlicher Glaube und das Kreuz sind untrennbar verbunden, so gehörte das Kreuz auch zum Leben und zur Verkündigung der heiligen Hildegard von Bingen, die für den Glauben, das Evangelium und die Wahrheit brannte.

Ihr erschlossen sich die Heiligen Schriften und das, was das Evangelium konkret für unser Leben bedeutet und fordert, durch die Stimme aus dem Himmel, die zu ihrem Innern sprach, durch das lebendige Licht, das sie zu Worten und zu Taten drängte.

Zur Gnade und zum Licht gehören immer auch Abgrund und Dunkel des Kreuzes. Wir erfahren das auch heute jeden Tag. Gerade in unserer Zeit müssen viele Menschen, auch Christen, wegen ihres Glaubens viel Leid und Verfolgung erfahren, Benachteiligung und sogar den Tod. Wo nur Schmerz zu sein scheint, gibt es doch auch Mut, Standhaftigkeit und die Kraft des Erleidens, die als Kraft und fruchtbringende Energie in der Welt bleibt – so wie aus dem Opfer, dem Kreuzestod Christi das Leben der Kirche erwächst.
Die Liebe Christi hat seit Beginn des Christentums bis zu uns hin viele Menschen berührt. Sie hat ein Feuer in ihnen erweckt, das sie befähigt, selbst ein Werkzeug der Liebe zu werden – immer wieder auch Zeugen der Liebe bis zur Selbsthingabe zu werden. Dies sehen wir an den großen Heiligen, aber auch an allen Menschen, die treu ihrem Gewissen folgen, sich für andere einsetzen und Licht in die Welt tragen.

Hildegard hat Christus im lebendigen Licht erfahren und gehört. Sie hat die Herrlichkeit Gottes, die Wahrheit und die abgrundtiefe Liebe Gottes erfahren – und sie hat dabei auch das Kreuz erlebt, das wesenhaft zur Herrlichkeit gehört.

So hörte Hildegard durch das lebendige Licht und schrieb in ihrem Hauptwerk SCIVIAS:

„Ich, das lebendige Licht, das das Dunkel erleuchtet, habe den Menschen, den ich wollte und den ich, wie es mir gefiel, erschüttert habe, in großen Wundern über das Maß der alten Menschen hinausgestellt, die in mir viele Geheimnisse schauten. Doch ich habe ihn auf die Erde hingestreckt, damit er sich nicht in irgendeiner Überheblichkeit seines Geistes aufrichtet.“

Die „Erschütterung“, das „Hingeworfen-Sein“, die Demut, die Erfahrung der Unwissenheit im Licht des Allwissens und der Herrlichkeit Gottes – dies sind die Weisen wie der begrenzte Mensch auf das Geheimnis Gottes reagiert, wenn er sich in Aufrichtigkeit und Wahrheit dafür öffnet.
Diese Erfahrung ist durch die Generationen vertraut. Hildegard hat sie intensiv gelebt und auch wir, jeder/jede einzelne hat daran Teil und ahnt um die verborgene Fruchtbarkeit und Kraft dieser „Erschütterung“.

So hat Hildegard das Kreuz erlebt, wenn sie konkret auf das Krankenlager geworfen wurde, weil sie sich scheute, die Worte des lebendigen Lichtes aus sich heraus dringen zu lassen.

Auch wir kennen ein Ringen um die Wahrheit, ein Ringen in Angst und in der lähmenden Frage „Wie soll das gehen! Wie soll eine schwere Situation sich lösen, wie soll ich da durchkommen? Wie soll ich das tun, so dass es auch für den anderen gut, gerecht und in der Wahrheit bleibt?“

Wir haben die Zusage des Heiligen Geistes, der uns hilft zu sprechen, zu handeln und das Evangelium auszustrahlen, wie es z.B. im 2. Korintherbrief heißt:

„Der Herr aber ist der Geist, und wo der Geist des Herrn wirkt, da ist Freiheit. Wir alle spiegeln mit enthülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wider und werden so in sein eigenes Bild verwandelt, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, durch den Geist des Herrn (3,17-18)“.

Wirklich zu leben, was wir sind und was wir erfahren haben durch Gottes Liebe, geht oft durch das Kreuz, weil es von uns fordert, uns zu lassen, uns erschüttern zu lassen, uns hinzugeben und die Wahrheit und Liebe Gottes ganz durch uns nach außen dringen zu lassen. Die Wahrheit braucht oft Überwindung und Mut, weil sie unbequem sein kann und Änderung, Umkehr einfordert.

Die heilige Hildegard hat Not, Schwäche, Krankheit, das Dunkel des Kreuzes durchlebt und sich dann unter Gottes Willen gestellt. Sie hat erlebt, wie durch ihr Eingehen und Einwilligen auf Gottes Anspruch Gott selbst wirkt, wie Gott Heil, Kraft und Licht schenkt. Und Gott hat durch Hildegard hindurch in besonderem Maße Kraft und Heil geschenkt: damals als sie mit den Menschen sprach und für sie schrieb, wie auch heute, wenn wir ihre Schriften lesen und ihrem Beispiel folgen. Sicher hat sie Stärkung beglückend erfahren, wenn sie sich auf Gottes Willen einließ, doch hat sie wohl auch die Mühsal ertragen und durchlebt. So ermutigt sie uns durch ihr Beispiel, durch ihren Gehorsam.

Sie hat das Kreuz erfahren, wenn ihr Gewissen sie zur Barmherzigkeit drängte und sie dabei auf Widerstand der kirchlichen Autoritäten stieß wie z.B. als sie den Adligen, der sich vor einem Priester bekehrt hatte, beerdigen ließ und daraufhin tiefe Einschränkungen, das Interdikt für ihren gesamten Konvent, erdulden musste. Unverstandensein und daraus Unrecht erleiden, ist ebenfalls eine Form des Kreuzes.

Im Kontext des Kreuzes stehen auch die beiden Gestalten aus der 1. Vision des ersten Teils von SCIVIAS: die Furcht des Herrn und die Armut im Geiste.

„Und vor ihm, am Fuße des Berges, steht eine Gestalt, über und über mit Augen bedeckt. Es ist die Furcht des Herrn, die vor den Augen Gottes in Demut auf das Reich Gottes blickt; umgeben von Klarheit der guten und gerechten Absicht, bewirkt sie in den Menschen Eifer und Beständigkeit … und vertreibt alles Vergessen der göttlichen Gerechtigkeit.“

Die Furcht des Herrn darf nicht mit „Angst“ verwechselt werden: Furcht des Herrn bedeutet Ehrfurcht, aufmerksame und liebende Hinwendung.
Die Furcht des Herrn blickt nur auf Gott, daher ist sie ganz von Augen bedeckt, sie erblickt das Wahre und strahlt daher Klarheit aus. Der Furcht des Herrn folgt die Haltung der Armut im Geiste. Sie folgt treu den lichten Spuren des Gottessohnes. Indem sie sich ganz hingibt, wird sie umflutet von der Herrlichkeit und der Kraft Gottes – so sehr, dass nur noch der Glanz Gottes zu sehen ist, nicht mehr ihr Antlitz:

„Auf ihr Haupt fällt ein so heller Glanz von dem, der auf dem Berg sitzt, dass du ihr Antlitz nicht anzuschauen vermagst; denn die so große Strahlkraft der Heimsuchung durch Ihn, der ruhmvoll über die gesamte Schöpfung herrscht, verströmt die Macht und Stärke dieser Seligkeit so reich, dass du in deiner sterblichen schwachen Betrachtung seine Absicht nicht erfassen kannst; denn Er, der den himmlischen Reichtum besitzt, hat sich demütig der Armut unterworfen.“

Die Furcht Gottes und die Armut im Geiste: Beide sind ganz auf Gott ausgerichtet. Sie schauen ganz auf Gott und sind ganz durchlässig für Gottes Herrlichkeit und Kraft. So verschwindet in Hildegards Bild der Armut im Geiste ganz das eigene Antlitz.

Der Mensch, der auf einem solchen Weg der Hingabe und Durchlässigkeit ist, so dass ihm geschieht nach den Worten Johannes des Täufers: „Er muss wachsen, ich aber muss kleiner werden (Joh 3,30)“ erfährt das eigene Unvermögen, Nicht-Verstehen, seine Angst und Leere als Wunde, Schmerz und Kreuz. Wenn aber das Abnehmen immer mehr von Gottes Wachsen abgelöst wird, wenn der Mensch immer mehr in die Gottesebenbildlichkeit hineinwächst, dann ist das Verschwinden des eigenen Antlitzes ein mehr in Gott hinein und das bedeutet ein Mehr an Wahrheit und ein Mehr an Selbst.

In einem Brief an Abt Philipp schreibt Hildegard: „… gewährt mir eure Gebetshilfe, damit ich in der Gnade Gottes zu verharren vermag. Ihr habt mich bis jetzt vor euch auf meinem Krankenlager da nieder liegen sehen. Denn ich behielt keinerlei Sicherheit in mir und habe all meine Hoffnung und mein ganzes Vertrauen auf die Barmherzigkeit Gottes gesetzt.“
Keinerlei Sicherheit in ihr – so empfindet es Hildegard – so sieht sie ihre Wahrheit und es kostet Mut, diese Wahrheit anzunehmen. Und doch liegt gerade im Annehmen der eigenen Unsicherheit Stärke und Kraft, weil sie sich auf eine andere Sicherheit verlassen kann, die sie in Barmherzigkeit umfängt und die in ihr wirkt.

Bei ihrem Tod, so wird in ihrer Lebensgeschichte von Zeitgenossen berichtet, ist am Himmel ein hellstrahlendes Kreuz erschienen – hier ist es das Kreuz der Erlösung, des Sieges über alles, was nicht dem Evangelium entspricht.

Das strahlende Kreuz ist ein Gegensatz, der in unserem Denken nicht aufgelöst werden kann. Gerade durch das Nicht-aufgelöst-werden-Können ist es ein Zeichen der unendlichen Liebe und Herrlichkeit Gottes. Durch das Leben in der Nachfolge kann immer mehr Annäherung an die Unendlichkeit der Liebe, Barmherzigkeit und Herrlichkeit Gottes geschehen. In dieser Unendlichkeit fallen die Gegensätze zusammen und alles wird als strahlende Liebe sichtbar.

Diese unbegreifliche und doch für unser Leben konkrete Unendlichkeit hat Hildegard uns in Ihrer Schau, wie sie sie in ihren Bildern ausdrückte, aufgezeigt und sie hat einen Weg immer mehr in die Wirklichkeit Gottes und in Seine Wahrheit gewiesen.

Newsletter September 2017

 

 

Liebe Freunde der Abtei St. Hildegard!

Auch in diesem Jahr steht der Monat September wieder ganz im Zeichen der heiligen Hildegard. Wir erwarten viele Pilger und Wallfahrer und freuen uns, dass es rund um das Hildegardisfest am 17. 9. wieder eine Festwoche mit vielen verschiedenen Feiern und Veranstaltungen geben wird. Höhepunkt ist natürlich das Hildegardisfest selbst, das in diesem Jahr mit dem Kreuzfest des Bistums Limburg zusammenfällt.

Für unseren Konvent ist neben dem Hildegardisfest in diesem Jahr das Erzengelfest am 29. September der Höhepunkt des Monats. Denn an diesem Tag wird unsere Sr. Mirjam Kämpf ihre Ewige Profess ablegen und sich damit ganz Gott weihen und an unsere Gemeinschaft binden. Wir danken Gott für das Geschenk der Berufung und freuen uns, Sr. Mirjam als neues Konventmitglied in unserer Mitte begrüßen zu können. Freuen Sie sich mit uns!

Ihre Schwestern der Abtei St. Hildegard

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Hildegardisfest am 17. September
Das Hildegardisfest am Sonntag, 17. September, wird in diesem Jahr ganz besonders festlich begangen, da es mit dem Kreuzfest der Diözese Limburg zusammenfällt. Unser Choralhochamt feiern wir wie immer sonntags um 8.30 Uhr in der Abteikirche. Um 10.00 Uhr wird der Bischof von Limburg, Dr. Georg Bätzing, vor der Wallfahrtskirche in Eibingen das Pontifikalamt zu Ehren der heiligen Hildegard feiern. Am Nachmittag vor der Prozession mit Kreuzreliquie und Reliquienschrein der heiligen Hildegard wird unsere Mutter Dorothea dann um 15.00 Uhr zum ersten Mal die Festansprache in Eibingen halten. Den feierlichen Abschluss des Tages bildet wie immer die Hildegardisvesper um 18.00 Uhr in unserer Abteikirche.
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Ewige Profess unserer Sr. Mirjam Kämpf
Am 29. September, dem Fest der heiligen Erzengel Michael, Gabriel und Raphael, wird unsere Sr. Mirjam im Rahmen des feierlichen Hochamtes ihre Ewige Profess ablegen. Die Liturgie beginnt um 9.30 Uhr in der Abteikirche. Wir bitten um Ihr Gebet für unsere Neuprofesse.
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Das neue Buch unserer Sr. Maura
In der Reihe „Zugänge zum Denken des Mittelalters“ hat Sr. Maura im Aschendorff Verlag, Münster, einen Band zum Thema Hildegard von Bingen verfasst. Das Buch bietet einen kompakten, gut verständlichen Überblick über Leben und Werk der heiligen Hildegard, gibt einen Überblick über die wichtigsten Handschriften, in denen die hildegardischen Werke überliefert sind, verortet Hildegard theologisch und philosophiehistorisch im Kontext des 12. Jahrhunderts und gibt am Ende einen Einblick in die Rezeptions- und Wirkungsgeschichte der Heiligen und Kirchenlehrerin. Im Anhang laden ausgewählte Texte Hildegards zu einer tiefergehenden Beschäftigung ein. Das Buch kostet 16,- € und kann unter der ISBN 978-3-402-15674-2 in jeder Buchhandlung und natürlich in unserem Klosterladen bestellt werden: klosterladen@abtei-st-hildegard.de.

Während der Frankfurter Buchmesse im Oktober wird in unserem Klosterladen eine Präsentation des neuen Buches stattfinden. Bitte informieren Sie sich über den genauen Termin über unsere Homepage www.abtei-st-hildegard.de

 

 

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Zum Stand der Ökumene im Lutherjahr
Am Samstag, dem 2. September, um 15.00 Uhr hält Pater Dr. Elmar Salmann OSB, Gerleve, im Rahmen der Veranstaltungen unseres Freundeskreises zum Lutherjahr einen Vortrag zum Thema „Der schwierige Weg der Ökumene – Einblicke und Ausblicke“. Treffpunkt: an der Klosterpforte. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

 

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Einweihung des neuen Hildegard-Pilgerwanderweges
Am Samstag, dem 9. September, um 10.30 Uhr wird auf dem Disibodenberg der lange geplante und erwartete Hildegard-Pilgerwanderweg eröffnet, der an verschiedenen Lebensstationen der heiligen Hildegard vorbeiführt. Der 137 Kilometer lange Wanderweg startet in Idar-Oberstein und geht über Bermersheim und Niederhosenbach, den beiden möglichen Geburtsorten Hildegards, weiter zur Ruine des Klosters Disibodenberg, in dem Hildegard 40 Jahre ihres Lebens verbrachte. Der Pilgerwanderweg führt schließlich über Bingen zum Schrein der heiligen Hildegard in der Wallfahrtskirche in Eibingen und endet hier bei uns in der Abtei St. Hildegard. Der Festakt zur Eröffnung des Weges findet im Rahmen einer ökumenischen Feier in der Ruine des Klosters Disibodenberg statt. Informationen: https://www.naheland.net/cms/front_content.php?idart=1649

 

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Hildegard-Musik-Theater in der Abteikirche
 

Am Sonntag, 10. September, um 15.00 Uhr, wird die Hamburger Schauspielerin, Sängerin und Musikerin Jutta Hoppe in unserer Abteikirche ihr Stück „Hildegard von Bingen – ein Lebensbild mit Musik“ aufführen. Anlass ist die Eröffnung des neuen Hildegard-Fernwanderweges, der in unserer Abtei endet. Nach der Aufführung wird Mutter Dorothea ein Grußwort sprechen und Frau Dr. Annette Esser, Bad Kreuznach, wird den neuen Pilgerwanderweg vorstellen. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

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Nacht der Lichter in der Wallfahrtskirche
Am Abend des 10. September findet in der Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Hildegard, Marienthalerstr. 3, Rüdesheim-Eibingen ab 21.00 Uhr eine Nacht der Lichter mit meditativen Texten der heiligen Hildegard und Liedern von und mit Eugen Eckert statt. Am Piano: Thomas Kolb. In der dunklen, nur durch Kerzen erleuchteten Kirche wird dabei mit Gesang, Musik und Texten eine Annäherung an Leben und Werk der heiligen Hildegard geboten.
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Open-Air-Kino zum Hildegardisfest
Am Vorabend des diesjährigen Hildegardisfestes, d.h. am 16. September um 20.00 Uhr, lädt die Pfarrgemeinde im Rahmen des kino sommer hessen auf dem Vorplatz der Wallfahrtskirche zu einer Open-Air-Aufführung des Films von Margarethe von Trotta „Vision – aus dem Leben der Hildegard von Bingen“ ein. Bei Regen findet die Vorführung in der Wallfahrtskirche, Marienthalerstr. 3, Rüdesheim-Eibingen statt. Der Eintritt ist frei.
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3. Hildegard Wein-Walk … zum Wingert des Herrn
Am Sonntag, 1. Oktober, laden Sr. Andrea, Sr. Thekla und Weinbotschafter Wolfgang Blum zum 3. Hildegard Wein-Walk dieses Jahres ein. Treff ist um 13.30 Uhr (ab 12.45 Uhr gibt es ein Filmangebot „Nonnenpower für die Seele“ im Vortragsraum). Die Wanderstrecke umfasst 6 km mit 200 Höhenmetern. Die Strecke verläuft von unserer Abtei aus durch die Weinberge Bischofsberg und Magdalenenkreuz und wieder zurück zum Kloster. Kosten: 10 Euro (inkl. 2 Wein/Secco), Kinder (bis 14 J.) gratis, Rucksack-verpflegung. Nach der Wanderung ist der Klosterladen exklusiv für die Teilnehmer geöffnet. Anschließend laden wir zur Teilnahme am Vespergebet ein (17.30-18.00 Uhr). Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Die Wanderung findet bei jedem Wetter statt.
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Lesehelfer gesucht
Wer die Weinberge nicht nur durchwandern, sondern selbst einmal bei der Traubenernte helfen möchte, ist herzlich eingeladen, sich bei Sr. Thekla zu melden (06722/499-130). Gesucht werden helfende Hände, die zeitlich flexibel sind und in erreichbarer Nähe wohnen. Da das Wetter in diesem Jahr Kapriolen schlägt, wissen wir nicht genau, wann die Lese beginnt, ca. Ende September/Anfang Oktober. Wir gehen in der Regel zwischen 9.00 Uhr und 11.30 Uhr und zwischen 14.00 und 17.00 Uhr in den Weinberg. Nicht vergessen: feste Schuhe und wetterfeste Kleidung!
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„Sieh da, das Alter!“: Neue Ausstellung im Kunstkeller
Am Samstag, 7. Oktober, 15.00 Uhr, wird unter dem Titel „Sieh da, das Alter!“ die nächste Ausstellung im Kunstkeller unserer Abtei eröffnet. 18 Künstlerinnen der GEDOK, Bonn (Gemeinschaft deutscher und österreichischer Künstlerinnen und Kunstförderer) zeigen ganz unterschiedliche Werke zum Thema „Alter“. Die Einführung in die Ausstellung hält die Kölner Kunstjournalistin Antje Soléau; musikalisch umrahmt wird die Vernissage von Fabienne Carlier am Diatonischen Akkordeon.
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Impressum: Vereinigung der Benediktinerinnen zu St. Hildegard e.V.
Abtei St. Hildegard 1, D – 65385 Rüdesheim am Rhein
Postfach 1320, D – 65378 Rüdesheim am Rhein
Tel.: 0049/(0)6722/499-0; Fax: 0049/(0)6722/499-178
E-Mail: benediktinerinnen@abtei-st-hildegard.de
vertreten durch: Äbtissin Dorothea Jutta Flandera OSB
registriert bei: AG Wiesbaden: VR 5353

Kreuzfest und Hildegardisfest am 17. September

In diesem Jahr 2017 fallen das Kreuzfest der Diözese Limburg und das Hildegardisfest zusammen und werden in besonderer Weise gefeiert.

 

Hier das Programm der Festtage:

Sonntag, 10. September 2017

15.00 Uhr, Abteikirche St. Hildegard

 Jutta Hoppe: „Hildegard von Bingen – ein Lebensbild mit Musik“

Aus Anlass der Eröffnung des Hildegard-Fernwanderweges von Idar-Oberstein über den Disibodenberg und Bingen nach Eibingen

Eintritt frei – um eine Spende wird gebeten.

21.00 Uhr, Wallfahrtskirche St. Hildegard, Eibingen, Marienthaler Str. 2

Nacht der Lichter: Meditation mit Texten der heiligen Hildegard und Liedern von und mit Pf. Eugen Eckert, begleitet von Prof. Dr. Thomas Kolb

 

Samstag, 16. September 2017

16.00 Uhr, Kunstkeller der Abtei St. Hildegard: Musik zum Hildegardisfest von Sabine Lindner, Erfurt: Gesang, Harfe, Kantele

18.30 Uhr, Abteikirche St. Hildegard: Musik zum Hildegardisfest von Sabine Lindner, Erfurt: Gesang, Harfe, Kantele

20.00 Uhr, Platz vor der Wallfahrtskirche in Eibingen, Marienthaler Straße 3

Open-Air-Kino: „Vision aus dem Leben der Hildegard von Bingen“ (Regie: Margarethe von Trotta)

Eintritt frei. Bei Regen findet die Vorführung in der Wallfahrtskirche statt.

 

Sonntag, 17. September 2017

8.30 Uhr: Choralhochamt in der Abteikirche St. Hildegard

10.00 Uhr: Abteikirche St. Hildegard: Musik zum Hildegardisfest von Sabine Lindner, Erfurt: Gesang, Harfe, Kantele

Begleitprogramm: Ausstellung „Hildegard von Bingen – Visionärin, Kirchenlehrerin, Heilkundige, Mahnerin“ in der Abteikirche; Ausstellung von Sr. Klara Antons OSB zum Thema „Wortbilder – Tiefe in Türkis“ im Kunstkeller der Abtei; Klosterladen, Vinothek und Klostercafé sind ganztags geöffnet

10.00 Uhr: Pontifikalamt mit Bischof Dr. Georg Bätzing, Limburg, auf dem Platz vor der Wallfahrtskirche in Eibingen

11.30 Uhr: Kreuz- und Reliquienverehrung in der Wallfahrtskirche

Dazu: umfangreiches Begleitprogramm, u.a.: Präsentation „Hildegard-Verehrung in Eibingen: gestern-heute-morgen“, Informationsstände, Segnung von Andachtsgegenständen, Beichtgelegenheit, Angebote für Kinder

15.00 Uhr: Reliquien- und Kreuzfeier: Festansprache Äbtissin Dorothea Flandera OSB, Abtei St. Hildegard

Kinderkatechese, Prozession mit Kreuzreliquie und Reliquienschrein durch Eibingen, Feierlicher Schlusssegen

15.00 Uhr, Kunstkeller der Abtei St. Hildegard: Musik zum Hildegardisfest von Sabine Lindner, Erfurt: Gesang, Harfe, Kantele

18.00 Uhr: Hildegardis-Vesper in der Abteikirche St. Hildegard

Seminare und Veranstaltung 2018 jetzt online

Ab sofort können Sie sich unter dem Stichwort „Gäste“ auf unserer Homepage über alle Seminare und Veranstaltungen für das Jahr 2018 informieren. Wenn Sie etwas finden, wofür Sie sich interessieren, ist ab sofort eine Online-Buchung möglich. Herzlich willkommen!

Sr. Judith fertigt Insignien des neuen Mainzer Bischofs

Neuer Hildegard-Pilgerwanderweg

Im September wird nach langer Vorbereitungszeit der große „Hildegard von Bingen-Pilgerwanderweg“, der an verschiedenen Lebensstationen der heiligen Hildegard vorbeiführt, eröffnet. Der Weg verläuft von Idar-Oberstein nach Eibingen und wird am 9. September auf dem Disibodenberg und am 10. September in unserer Abtei eingeweiht.

Der 136 Kilometer lange Wanderweg startet in Idar-Oberstein und geht über Bermersheim und Niederhosenbach, den beiden möglichen Geburtsorten Hildegards, weiter zur Ruine des Klosters Disibodenberg, in dem Hildegard 40 Jahre ihres Lebens verbrachte. Der Pilgerwanderweg führt schließlich über Bingen zum Schrein der heiligen Hildegard in der Wallfahrtskirche in Eibingen und hinauf zu unserer Abtei St. Hildegard.

Rund 30 Infotafeln auf der gesamten Wegstrecke informieren über Person und Werk Hildegards sowie über das Leben im Mittelalter. 27 Meditationstafeln, die Hildegards visionären Bildern aus ihrem Hauptwerk der „Scivias – Wisse die Wege“ folgen, geben darüber hinaus Impulse für Meditation und Betrachtung. Die Schilder sind in deutscher und englischer Sprache verfasst.

Nach der offiziellen Eröffnung am 9. September um 10.30 Uhr auf dem Disibodenberg und am 10. September um 15.00 Uhr in unserer Abteikirche, wird in der Woche vom 10. bis 17. September eine Veranstaltungsreihe auf dem „Hildegard von Bingen – Pilgerwanderweg“ stattfinden. Bis zur Eröffnung erarbeitet die Naheland-Touristik Pauschalangebote für den Pilgerwanderweg. Ebenso entsteht im Verlauf der nächsten Monate eine ausführliche Internetdarstellung mit Wegeverlauf, Unterkünften, Hildegard-Stationen und Pauschalarrangements. Für die Pilgerwanderer wird es einen Pilgerpass geben, der in den Beherbergungsbetrieben, weiteren Wegestationen und abschließend in der Abtei St. Hildegard in Eibingen abgestempelt werden kann.