Weingut

Landessieger bei der Weinpämierung 2017

Bei der 65. Hessischen Landeswein- und Sektprämierung wurde unsere 2016er Spätburgunder Weißherbst Spätlese als Landessieger 2017 ausgezeichnet. Damit ist unser Weißherbst der Beste aus ganz Hessen, worauf wir sehr stolz sind. Die offizielle Preisverleihung fand im Kloster Eberbach statt. Hessens Landwirtschaftsministerin Priska Hinz überreichte die Urkunde an Sr. Thekla und unseren Winzermeister Arnulf Steinheimer.

… und welchen Wein trinken Sie am liebsten, Schwester Thekla?

Mein Lieblingswein ist kein Wein sondern unser 2016er Riesling KlosterSecco Qualitätsperlwein trocken 02/17
Ich liebe nicht nur das Prickelnde des Perlweines, auch Secco genannt, sondern vor allem die frische Frucht des Rieslings. Mich erinnert das Aroma an Holunder, mit grünem Apfel.
Gut gekühlt ist der KlosterSecco mein Favorit für einen schönen Sommerabend mit Freunden oder bei einer Grillparty.
Probieren Sie ihn mal!

2016 Kloster-Secco Riesling Perlwein trocken

Artikelnummer: 02/17
Stückpreis:

9,80 EUR

(inkl. 19,00% MwSt. und zzgl. Versandkosten)
Füllmenge: 0,75 l (13,07 EUR / 1,00 l)

Abtei St. Hildegard
Kloster-Secco Riesling Perlwein trocken

Eine besondere Spezialität aus unserem Klosterkeller! Beschwingte Rieslingaromen.

Schmeckt nach mehr!

Schraubverschluss.

 

Weinbrevier 2017

Liebe Freunde unseres Klosterweingutes!
Mit dem neuen WeinBrevier stellen wir Ihnen den 2016 Jahrgang vor und halten einen kleinen Rückblick auf das vergangene Weinjahr.
2016 begann unauffällig, normal und immer im Bereich des langjährigen Mittels. Der Austrieb war um den 25.4., der Blühbeginn um den 15.6. und der Reifebeginn ab dem 20.8.. Statistisch ein völlig durchschnittliches Jahr. Nur die Niederschläge waren alles andere als normal: Im April fiel die doppelte Menge und ab Mitte Mai gab es fast täglich Regen. Der Befallsdruck durch pilzliche Schaderreger wurde dadurch extrem hoch! Im Juli, August und September schien dann endlich die Sonne.
Nach einem normalen Reifebeginn in den letzten Augusttagen führte der wärmste September seit Menschengedenken (jedenfalls im Rheingau) dazu, dass die Trauben sich bestens entwickelten. Wer geduldig blieb und nicht zu früh mit der Lese begann, erlebte eine erfreuliche Steigerung der Trauben-Aromatik! Eine tolle Aromatik, die Sie in den Weinen unseres 2016er Jahrganges wiederfinden! Probieren Sie mal unseren 2016er Riesling Classic (Best.-Nr. 10/17). Ein gut ausgewogener Wein!!
Unser Klostercafé bewirtschaften wir seit dem 1. März in Zusammenarbeit mit den Rheingau Werkstätten Rüdesheim des St. Vincenzstiftes/Aulhausen, einer Einrichtung für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung oder Lernbehinderung. Wir freuen uns auf das Miteinander und auf Ihren Besuch in unserem ebenso inklusiven wie exklusiven Klostercafé. Dort können Sie auch ein gutes Glas Klosterwein genießen.
Wir würden uns freuen, wenn Sie einmal – auf welchem Weg auch immer – unser Kloster und unsere Vinothek besuchen kommen!
Mit herzlichen Grüßen

Ihre Schwestern der Abtei St. Hildegard

 

 

 

 

 

 

Download PDF Weinbrevier 2017

P.S.: In diesem Jahr finden wieder unsere Hildegard-WeinWalks statt: Am 2. Juli und 1. Oktober 2017 starten wir jeweils 13.30 Uhr am Klostercafé. Interessierte finden nähere Informationen dazu auf unserer Homepage: www.abtei.st.hildegard.de „Hildegard Wein-Walk“

Das Jahr im Weinberg

Immer wieder werden wir gefragt, wann was im Weinberg zu tun ist, welche Arbeiten im Laufe eines Jahres für den Winzer anfallen. Im Folgenden haben wir versucht, dies einmal kurz zusammen zu fassen.

Januar
Während die Reben in der Winterruhe sind und jegliche Aktivität eingestellt haben, beginnt das Weinjahr mit dem Rebschnitt. Hiermit legt der Winzer nicht nur die Grundlage für die Erhaltung gesunder und ertragfähiger Weinstöcke, er steuert damit auch den Ertrag zu Gunsten der Qualität. Eine geringe Anzahl an Fruchtruten ergibt oftmals einen hochwertigeren Wein, da sich die wertvollen Inhaltsstoffe auf weniger Trauben verteilen. Jeder einzelnen Rebe wendet sich der Winzer individuell zu und schneidet sie von Hand. Eine fast meditative Arbeit, die aber höchste Konzentration erfordert. Auch im Keller hat der Winzer immer ein wachsames Auge auf den heranreifenden neuen Jahrgang und probiert die einzelnen Gebinde immer wieder, damit sich kein Fehler einschleicht.

Februar
Nachdem die Reben beschnitten sind und pro Rebstock meistens nur eine Fruchtrute stehen geblieben ist, muss das alte Rebholz entfernt werden. Auch dies geschieht meistens per Hand; bei jedem Wetter. Oftmals verbleibt das alte Rebholz im Weinberg, wird gehäckselt und später untergearbeitet, damit es als Dünger dem Weinberg wieder zur Verfügung steht. Nebenbei gibt es in den Weinbergen auch einiges auszubessern: so mancher Stickel wird erneuert, Draht nachgezogen oder Nägel eingeschlagen. Im Weinkeller steht die Jungweinprobe an. Die spannende Frage ist: wie sind die Weine geworden, brauchen sie noch ein wenig Restsüße oder können sie, so wie sie sind, in ein paar Wochen abgefüllt werden? Viele Winzer laden nun befreundete Kollegen ein und miteinander werden dann die einzelnen Weine beurteilt. Da kann schon einmal heiß diskutiert werden, aber am Ende überwiegt immer neu die Faszination für den neuen Jahrgang, der im Keller still herangereift ist.

März
Im März beginnen die Reben „zu bluten“, d.h. an der Schnittstelle tritt Saft aus. Ein deutliches Zeichen dafür, dass die Rebe langsam aus ihrem Winterschlaf erwacht. Die bisher gerade in die Höhe ragenden Fruchtruten werden nun nach unten gebogen und mit einem kleinen Stück sogenannten Gert-Drahtes an die Drahtrahmenerziehung angebunden. Das Biegen und Binden bringt die Rebe in eine bestimmte Form. Diese erleichtert das Jahr über die verschiedenen Arbeiten im Weinberg. In diesen Monat fällt bei manchem Winzer auch die Füllung des neuen Jahrganges auf Flaschen an. Bis jetzt hatte der junge Wein Zeit, in Ruhe in der Tiefe und Dunkelheit des Weinkellers seine ganz spezifische Note zu entwickeln. Nun warten schon einige Weinfreunde auf sein Kommen. Aber es braucht noch ein wenig Ruhe nach der Strapaze der Abfüllung, bevor sich der junge Wein in der Öffentlichkeit präsentiert und zeigen kann, was in ihm steckt.

April

Eine gesunde und vitale Bodenstruktur in den Weinbergen ist für den Wein von herausragender Bedeutung. So beginnt der Winzer spätestens in diesem Monat mit der Bodenbearbeitung. Mit verschiedenen Arbeitsgeräten wie Grubber, Fräse oder Kreiselegge wird der Boden mechanisch aufgelockert. Dies regt das natürliche Bodenleben an und die verschiedensten Organismen können ihre Tätigkeit zum Wohl der Weinberge entfalten. Begrünungspflanzen werden gezielt ausgesät, wo es nötig ist, wird Kompost oder Dünger ausgebracht. Schließlich sollen die Reben bestens mit Nährstoffen versorgt werden. Eine ganz entscheidenden Faktor aber hat der Winzer nicht in der Hand: das Wetter. Ob Regen oder Sonne zur rechten Zeit kommen, das liegt nicht in seiner Macht…

Mai

Je nach Wetterlage beginnt Ende April – Anfang Mai der Austrieb der Reben. Wenn es warm ist, geschieht dies fast explosionsartig, und man kann tagtäglich zuschauen, wie schnell die Reben wachsen. Schon früh lassen sich die sogenannten Gescheine erkennen, aus denen später die Trauben werden. Gerade die jungen Triebe sind aber sehr anfällig gegen verschiedene Pilzkrankheiten. Der Winzer muss nun im Herzschlag mit der Natur leben und zum rechten Zeitpunkt eingreifen. Er kann die Reben nur vorbeugend schützen, in dem er sie in regelmäßigen Abständen (10 bis max.14 Tagen) mit einem Pflanzenschutzmantel umgibt. Eine Medizin für kranke und befallende Reben gibt es nicht. Wer hier nicht achtsam und wachsam ist, kann die Ernte eines Jahres schon jetzt zu Nichte machen. Im Mai werden auch neue Weinberge angelegt. Die jungen Reben haben zu dieser Jahreszeit die besten Vorrausetzungen zum Anwachsen.

Juni
Während der gesamten Vegetationsperiode muss der Winzer das Wachstum der Reben durch verschiedene Laubarbeiten steuern und ordnen. Er bindet die jungen Reben an, er bricht die Doppeltriebe heraus und fängt wild wachsende Rebzweige in der Drahtrahmenerziehung ein, was man „heften“ nennt. Oftmals kommt der Winzer den bei günstiger Witterung schnell wachsenden Reben kaum nach. Aber er muss sich eilen, denn zu diesem Zeitpunkt brechen die Rebzweige bei starkem Wind oder heftigem Regen sehr schnell ab. Ende Juni beginnt die Rebblüte. Ein ganz feiner süßlicher Duft schwebt dann über den Weinbergen. Während der Rebblüte wünscht sich der Winzer trockenes Wetter, damit die Selbstbefruchtung der Rebe von kurzer Dauer ist und gut verläuft. Regen führt zur Verrieselung und zum Verblühen ohne Befruchtung.

Juli

Laub- und Bodenbearbeitung prägen diesen Monat. Denn noch wachsen die Reben stetig weiter und der Winzer hat alle Hände voll zu tun, damit eine gesunde und luftdurchlässige Laubwand erhalten bleibt. Regen soll von der Laubwand schnell wieder abtrocknen können, damit Pilzbefall vorgebeugt wird. Dem dient auch eine gezielte Entblätterung der Stöcke in der Traubenzone. Nur gesundes Laub ist aktiv und kann in die Trauben alles Gute einlagern. So geht der Winzer immer wieder durch seine Weinberge, steckt heraushängende Rebzweige in den Drahtrahmen ein, schneidet das Laub ab, wenn es zu lang wird und entfernt am alten Rebstamm die nachwachsenden Triebe. Regnet es in dieser Zeit wenig, muss die Begrünung immer wieder „gemulcht“, also sehr kurz gehalten werden. Sie darf der Rebe nicht das notwendige Wasser weg nehmen.

August

Mitte bis Ende August beginnt die Reifephase der Trauben. Beim Riesling hat es sich in den letzten Jahren bewährt, dass man die Trauben halbiert, wenn die Beeren erbsengroß sind. Dadurch zieht sich die Traube in die Länge, wird lockerer und die Gefahr, dass die Traube zu kompakt wird und die einzelnen Beeren sich gegenseitig kaputt quetschen, wird geringer. Auch dies ist eine Arbeit, die nur von Hand gemacht werden kann. Auch das Herausschneiden von „grünen Trauben“ geschieht von Hand. Die verbleibenden Beeren erhalten so mehr Kraft und der Rebstock kann seine Energie auf weniger Trauben konzentrieren. Eine immer gleichbleibende Arbeit, die dem Winzer Zeit lässt, seine Gedanken wandern zu lassen und neue Ideen zu entwickeln. Nirgends anders als bei dieser Arbeit im Weinberg unter Gottes freiem Himmel kommen die besten Ideen.

September
Der Winzer muß sich nun um die „Herbstvorbereitung“ kümmern: Eimer, Scheren und Legel richten, die Kelter aus dem Sommerschlaf wecken und vieles andere mehr.
Langsam beginnen die Trauben weich zu werden; immer mehr Zucker und Aromastoffe einlagern sich ein. Die weitere wird hauptsächlich nun durch die Witterung beeinflußt. Für den Riesling sind warme Tage und kühle Nächte entscheidend, damit sich seine unvergleichlichen Aromen herausbilden. Im Gegensatz dazu ist der Spätburgunder Ende September meistens schon reif. Nur gesunde, voll ausgereifte und durchgefärbte Trauben werden gelesen. Handlese ist dabei unabdingbar. Die Spätburgundertrauben entrappt man, d.h. die Beeren werden vom Stilgerüst getrennt. Der in der Beerenhaut vorhandene Farbstoff in den Most löst sich durch die Gärung in den Most. Alle 4-5 Stunden stampft man die Beeren immer wieder in die Flüssigkeit unter, damit die Farbausbeute möglichst groß ausfällt.

Oktober
Im Oktober dreht sich dann alles um die Weinlese. Trauben werden nämlich nicht geerntet, sondern gelesen. Immer wieder spannend ist es, den Beginn der Weinlese festzulegen. Wurden früher Vorlese, Hauptlese und Spätlese durch das Weinbauamt freigegeben, so bestimmt heute jeder Winzer selbst den optimalsten Lesezeitpunkt für seine Weinberge. Das ist gar nicht so einfach, denn verschiedene Faktoren sind zu beachten: Sind genügend Lesehelfer da? Sind die Trauben auch reif? Dabei ist die „Oechsle Zahl“ die angibt, um wie viel ein Liter Most dichter ist als ein Liter Wasser, nur ein Kriterium. Oftmals ist es besser, durch die Weinberge zu laufen und die Trauben in den Mund zu nehmen. Dabei kann man feststellen, ob sich das Fruchtfleisch leicht von den Traubenkernen löst und diese dunkelbraun verfärbt sind. Alles Kennzeichen für den Reifegrad. Wenn das Wetter mitspielt, pokert so mancher und versucht, die Trauben möglichst lange am Stock hängen und reifen zu lassen. Jeder Sonnenstrahl wird eingefangen, um eine optimale Qualität der Weine zu erreichen.

November

Manchmal dauert die Weinlese bis in den November hinein, wenn die Witterung trocken bleibt und die Sonne sich noch sehen lässt. Manch einer lässt auch Trauben hängen und hofft, bei Eiseskälte dann im Dezember einen Eiswein zu bekommen. Dafür muss es unter -7°C sein! Im Keller hat der Winzer nun viel zu tun. Seine Hauptaufgabe ist es, die einzelnen Weine zu begleiten und das im Weinberg grundgelegte Potenzial zu wecken und zu erhalten. Eine Kunst, die sehr viel Erfahrung und eine gute Zunge verlangt. Wichtig ist eine gezügelte Gärung bei ca. 18-20°C. So bleiben die Fruchtaromen und die bei der Gärung entstehende Kohlensäure erhalten. Nach der Lese wird es im Weinberg ruhiger. Die Reben tanken die letzten Sonnenstrahlen, der Saft in den Reben fällt wieder und wenn die letzten Blätter abgefallen sind, verfällt die Rebe in die wohlverdiente Winterruhe.

Dezember
Auch wenn im Weinberg jetzt keine Arbeit mehr zu tun ist, kann der Winzer seine Hände dennoch nicht in den Schoß legen. Seine Wege führen ihn nun immer wieder in den Weinkeller. Dort reifen die Jungweine in der Ruhe des dunklen Kellers in aller Ruhe heran. Der sogenannte erste Abstich steht bevor, bei dem der Jungwein vom Hefelager getrennt wird. Von da an lagert er noch eine Zeit nur auf der Feinhefe. Diese hilft ihm, seine eigenen Aromen weiter zu entfalten. Die noch übrige Zeit nutzt der Winzer, um seine Maschinen gründlich zu warten und zu pflegen. Auch das neue Jahr wird schon ins Auge genommen und überlegt, wie die einzelnen Weinberge nach den Erfahrungen des vergangenen Jahr vielleicht noch besser bearbeitet werden können. Am Ende des Jahres steht auch der Dank – für ein gutes Winzerjahr, für eine gute Ernte und für einen guten Weinjahrgang.

Pilgertrunk aus dem Klosterweingut

In vielen Fällen braucht der Mensch den Wein. Er stärkt den schwachen Magen, erfrischt die ermatteten Kräfte,

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Unsere Weinlagen

Unsere Weinberge liegen vorwiegend in Rüdesheimer Lagen rings um unsere Abtei, von der sie z.T. ihren Namen haben. Die Böden der unterschiedlichen Weinbergslagen prägen entscheidend den Charakter der Weine. Wachsen sie auf mineralischen, mit Quarzit vermischten Böden, so entstehen elegante, rassige, feinnervige Weine.

Das gilt in erster Linie für die Lage KLOSTERBERG (Schiefer- und Quarzitböden mit Lößeinschlüssen, S-SO-Lage), in deren Mitte die Abtei liegt.

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Die hl. Hildegard und der Wein

Die geschichtlichen Wurzeln des Klosterweinguts reichen bis ins 12. Jahrhundert, in die Zeit unserer Gründeräbtissin Hildegard von Bingen (1098 – 1179). Schon damals betrieben die Schwestern der Klöster Rupertsberg und Eibingen erfolgreich Weinbau. Ihre Weingüter hatten beträchtliche Bedeutung in der Region. Diese Tradition setzt das heutige Klosterweingut fort. 

Die Abtei St. Hildegard kann auf eine mehr als 850-jährige Geschichte zurückblicken, und von den ersten Anfängen an war vermutlich der Weinbau mit ihr verbunden. Die Klostergründung läßt sich auf Hildegard selbst, die später den Beinamen „von Bingen“ erhielt, zurückführen. Geboren wurde Hildegard 1098 als zehntes Kind des Edelfreien Hildebert von Bermersheim und seiner Gemahlin Mechtild, deren Stammsitz nahe bei Alzey lag, – „in einem weiten, von Reben und Korn umgebenen Tal“.

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Weihnachtsversand/Präsentservice

Suchen Sie ein besonderes Weihnachtspräsent? Als Service, nicht nur zur Advents- und Weihnachtszeit, versenden wir gern in Ihrem Auftrag Weinpräsente. Für ganz besondere Anläße bieten wir geschmackvolle Präsentkartons für 2, 3 oder 6 Flaschen an.

Falls gewünscht, legen wir eine von Ihnen geschriebene Grußkarte bei oder schreiben eine solche nach Ihren Angaben.
Der Versand ist innerhalb Deutschlands möglich, außerhalb Deutschlands leider momentan aufgrund rechtlicher Bestimmungen für uns nicht.

Messwein

Seit 1976 galt eine besondere Messweinverordnung, die hervorhob: „Der Wein für die Eucharistiefeier muss vom Gewächs des Weinstocks (vgl. Lukas 22,18) stammen und naturrein und unvermischt sein, dass heißt ohne Beimischung von Fremdstoffen“. Wer Messwein produzieren oder verkaufen wollte, mußte sich bei dem jeweiligen Bistum dazu anerkennen lassen.
Nach dem Beschluss des Ständigen Rates der Deutschen Bischofskonferenz vom 23. Juni 2014, wurde dies aufgehoben, weil „inzwischen das weltliche Recht die Reinheit des Weines strikt normiert und die Beimischung von Fremdstoffen weitestgehend verbietet. Einer Approbation einzelner Messweinlieferanten bedarf es daher künftig nicht mehr. Die Priester haben weiterhin gewissenhaft dafür Sorge zu tragen, dass bei der Feier der Eucharistie ein Wein verwendet wird, der mindestens den Anforderungen eines Qualitätsweines nach deutschem Weinrecht genügt und so der Würde des Sakramentes entspricht.“
Nicht nur wir verwenden unsere Klosterweine in der Eucharistiefeier, auch viele Pfarreien aus ganz Deutschland beziehen ihren Messewein aus unserem Klosterweingut. Es ist schon etwas ganz besonderes, den eigenen Wein in der Eucharistie zu verwenden.

 

 

Zeugnisse Rheingauer Weinkultur

Die Hildegard-Ikonographie im Laufe der Jahrhunderte, mag es sich um Skulptur, Malerei oder Miniatur handeln, weist nur sehr selten Darstellungen auf, die die Meisterin von Rupertsberg und Eibingen in Beziehung zum Wein bringen oder ihr einen Rebstock als Attribut beigeben. Der Bildstock in der Kiedricher Weinbergslage „Heiligenstock“ zeigt somit ein seltenes Motiv, und das mit gutem Grund.

Aus der Tatsache, dass Hildegard die Wirkkraft des Weins zu therapeutischen Zwecken einbezieht, wie ihre heilkundlichen Schriften bezeugen, lässt sich folgern, wie sehr ihr diese geheimnisvolle Pflanzung vertraut gewesen sein muss. Offenbar von Kindheit an, denn ihrer Herkunft nach stammt sie aus dem Geschlecht derer zu Bermersheim, deren Stammsitz nahe bei Alzey lag, – „in einem weiten, von Reben und Korn umgebenen Tal“, wie eine romantische Landschaftsbeschreibung vermerkt. Da sich die besondere Begabung und Begnadung des Kindes Hildegard schon früh zeigte, vertrauten die Eltern, der Edelfreie Hildebert von Bermersheim und seine Frau Mechtild, ihr zehntes Kind der Klausnerin Jutta von Sponheim zur Erziehung an.

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